Dierig Holding AG erhöht im schwierigen Jahr 2017 den operativen Ertrag

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29.03.2018 / 15:52
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Dierig Holding AG erhöht im schwierigen Jahr 2017 den operativen Ertrag

  • Eigenkapitalquote steigt trotz Umsatzrückgang
  • Dividendenvorschlag: 20 Cent je Aktie
  • Damast-Export stabilisiert
  • Immobiliensegment weiter auf Wachstumskurs - Errichtung von 200 Mietwohnungen geplant
  • 2018: Jahr des Generationenwechsels


Augsburg, 29. März 2018 - Im Jahr 2017 erwirtschaftete der Dierig-Konzern einen Umsatz von 66,5 Millionen Euro und blieb damit um 2,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau, jedoch im Plan. Der Immobilienumsatz stieg von 8,3 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 9,6 Millionen Euro im Jahr 2017, die Immobiliensparte erzielte damit ein Wachstum von 15,7 Prozent. Im Textilsegment war 2017 ein Jahr der Konsolidierung. In einem abermals schwierigen konjunkturellen Umfeld erwirtschafteten die textilen Gesellschaften des Dierig-Konzerns im Jahr 2017 einen Umsatz von 56,9 Millionen Euro und lagen damit im Plan. Gegenüber dem Vorjahr mit 60,1 Millionen Euro bedeutete dies einen Rückgang von 5,3 Prozent. Damit war der Dierig-Konzern 2017 bei der Umsatzentwicklung insgesamt im Plan.

Trotz des Umsatzrückgangs erzielte der Dierig-Konzern 2017 ein zufriedenstellendes Vorsteuerergebnis in Höhe von 3,6 Millionen Euro. Dieses blieb zwar unter dem Vorjahreswert von 3,9 Millionen Euro, das Vorjahresergebnis war aber maßgeblich von Gewinnen aus Grundstücksgeschäften geprägt. Zu dieser erfreulichen Steigerung der operativen Ertragskraft haben sowohl die Immobiliensparte als auch die textilen Aktivitäten beigetragen.

Die Christian Dierig GmbH konnte ihren Exportumsatz mit Damasten nach Westafrika im Jahr 2017 knapp unter dem Vorjahresniveau stabilisieren. 2016 musste in diesem Geschäftsfeld in hohem Maße Vorsorge getroffen werden. 2017 hat sich das Umsatzvolumen des Exportgeschäfts nochmals leicht reduziert, ist aber wieder auf Kurs.

Im Immobilienbereich wurde die Entwicklung des SchlachthofQuartiers abgeschlossen. Sämtliche Bestandsflächen am Standort sind vermietet, zwei Restflächen werden 2018 entwickelt. Zudem wurde gemeinsam mit der Stadt Augsburg ein Bebauungsplan erarbeitet, der die Umwidmung von Gewerbeflächen in Wohnbaugrundstücke am Standort Augsburg-Mühlbach vorsieht. Aus dem geplanten Bau von bis zu 200 Mietwohnungen ergeben sich umfassende Wachstumsperspektiven.

Dividendenvorschlag: 20 Cent je Aktie

Der Dierig-Konzern erreichte zum 31. Dezember 2017 eine Eigenkapitalquote in Höhe von 29,7 Prozent (im Vorjahr 27,0 Prozent). Die Gesamtverschuldung des Dierig-Konzerns ist im Verlauf des Jahres 2017 weiter gesunken. Dabei haben sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 4,1 Millionen Euro auf 35,1 Millionen Euro reduziert, die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sanken um 0,6 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro.

Auf Basis des erzielten operativen Ergebnisses und der Verbesserung der Eigenkapitalquote schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 vor, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von 20 Cent je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.

Geschäft in Afrika zurück auf Kurs

Die Bettwäschegesellschaften des Dierig-Konzerns entwickelten sich im Jahr 2017 stabil und planmäßig. Der Handel in Deutschland orderte 2017 bevorzugt Ware in den unteren bis mittleren Preislagen. Von dieser Entwicklung konnte die Marke Kaeppel profitieren, die sich auf preiswerte Bettwäsche spezialisiert hat. Kaeppel schloss das Geschäftsjahr 2017 auf dem Umsatzniveau des sehr guten Vorjahres ab, konnte aber die gestiegenen Einstandskosten nur bedingt an die Kunden weitergeben. Die Marke fleuresse, die sich mit modischer Qualitätsbettwäsche im gehobenen Preissegment positioniert hat, musste durch den Trend zu günstigeren Qualitäten in Deutschland einen Umsatzrückgang hinnehmen. Als sehr schwierig erwiesen sich die Geschäfte im Luxussegment.

Die österreichische Bettwäschegesellschaft Christian Dierig GmbH baute ihre Umsätze 2017 trotz der nur leicht anziehenden Konsumkonjunktur aus. Sowohl der Inlandsumsatz als auch der Umsatz in den über Österreich bedienten CEE-Staaten konnte gesteigert werden. Die Schweizer Bettwäschegesellschaft hat zu Beginn des Jahres 2017 eine aufgrund der konjunkturellen Entwicklung notwendige Restrukturierung abgeschlossen und konnte im Jahresverlauf die Kundenbeziehungen weitgehend stabilisieren.

Die textilen Handelsgeschäfte blieben 2017 saldiert unter dem Niveau des Vorjahres. Umsatzrückgänge betrafen sowohl die Tochtergesellschaft BIMATEX, die zum einen Rohgewebe als Meterware an die Heimtextilien-Industrie in Südeuropa und Frankreich vermarktet und zum anderen Objekttextilien für Krankenhäuser und Hotels vermarktet, wie auch die Christian Dierig GmbH, die in ihrem Kerngeschäftsfeld hochwertige Damaste nach Westafrika exportiert. Der Bereich hatte im vorvergangenen Geschäftsjahr mit großen Widrigkeiten zu kämpfen: Aufgrund des niedrigen Ölpreises war in Nigeria 2016 die Konsumkonjunktur zusammengebrochen, was Verwerfungen im gesamten westafrikanischen Textilmarkt zur Folge hatte. 2017 blieb der Umsatz mit Damasten zwar unter dem Niveau des Vorjahres zurück, aber die Christian Dierig GmbH konnte die Höhe der Forderungen und die Lagerbestände deutlich reduzieren. Vorstandssprecher Christian Dierig: "Damit war 2017 für unser Afrika-Geschäft ein Jahr der Konsolidierung." Das Geschäft der Christian Dierig GmbH mit technischen Textilien entwickelte sich 2017 seitwärts.

Immobilien mit neuem Rekordumsatz - 200 neue Mietwohnungen geplant

Der Immobilienbereich steigerte 2017 seinen Umsatz um 15,7 Prozent auf 9,6 Millionen Euro (im Vorjahr 8,3 Millionen Euro). Das Wachstum resultiert aus dem vergrößerten Flächenbestand - insbesondere die neuen Mietflächen der Erweiterungsbauten für den Automobilzulieferer Faurecia am Standort Porschestraße Gersthofen und letzte Umbauarbeiten im SchlachthofQuartier wurden erstmals umsatzrelevant - sowie aus einer verdichteten Vermietung und Mietpreisanpassungen an den sonstigen Standorten. Der Vermietungsgrad lag bei 96 Prozent.

Nach den intensiven Bautätigkeiten in den Vorjahren beschäftigte sich die Immobiliensparte des Dierig-Konzerns 2017 im Wesentlichen mit konzeptionellen Vorarbeiten. Dazu zählt, am Standort Augsburg-Mühlbach auf 20.000 Quadratmetern Grundfläche rund 200 Wohnungen unterschiedlicher Preisklassen, darunter auch Sozialwohnungen, mit insgesamt 20.000 Quadratmetern Geschossfläche zu errichten und zu vermieten. Vorstandsmitglied Bernhard Schad: "Bei dem Unterfangen könnten wir viel weiter sein. Obwohl in der Stadt Augsburg günstiger Wohnraum fehlt, ist die Schaffung von Baurecht ein schwieriger und langwieriger Prozess."

Über diese konzeptionellen Vorarbeiten hinaus realisierte Dierig 2017 diverse kleinere Bauvorhaben und wandte 1,6 Millionen Euro für Neuinvestitionen in das Immobilienvermögen auf. Im Vorjahr wurden 8,0 Millionen Euro investiert. Alle Neu- und Umbauvorhaben verliefen 2017 nach Plan.

Prognose: Konstante Umsatz- und Geschäftsentwicklung

Der Dierig-Konzern ist wie geplant in das Jahr 2018 gestartet. Trotz einer positiven Konsumkonjunktur rechnet der Dierig-Konzern 2018 mit einer Seitwärtsentwicklung des Konzernumsatzes. Einem leichten Anstieg des Immobilienumsatzes stehen stagnierende bis leicht rückläufige Textilumsätze gegenüber.

Der Dierig-Konzern geht davon aus, dass sich der Markt für Markenbettwäsche seitwärts bewegen wird und erwartet deshalb einen leichten Rückgang des Spartenumsatzes. Positiv auf das Bettwäschegeschäft im Jahr 2018 kann sich der kalte Februar auswirken. Der Handel konnte seine Winterware absetzen und seine Läger räumen. Damit werden die Bettwäschekollektionen für den Winter 2018 auf 2019 nicht mehr auf unverkaufte Vorjahresware treffen. Aus dem Luxussegment werden für 2018 abermals keine Impulse erwartet.

Beim internationalen Gewebehandel geht der Dierig-Konzern saldiert von einer leichten Umsatzverbesserung aus. Die Christian Dierig GmbH erwartet zwar Nachholeffekte im Exportgeschäft nach Afrika, tätigt aber Neugeschäfte restriktiv, um damit die Ausfallrisiken zu begrenzen. Beim Handel mit technischen Textilien erwartet die Gesellschaft ebenfalls ein leichtes Wachstum. Da große Teile der südeuropäischen und französischen Heimtextilien-Industrie durch die jahrelange Rezession unterfinanziert sind, erwartet die BIMATEX GmbH in diesem Geschäftsfeld nicht, den Umsatz vergrößern zu können. Ihre Objekttextilien vermarktet die Gesellschaft seit 2018 nicht mehr nur an den Großhandel, sondern auch direkt an gewerbliche Abnehmer wie Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Großküchen. Daher werden sinkende Großhandelsumsätze erwartet, denen steigende Umsätze aus dem Direktvertrieb gegenüberstehen.

Die Immobiliensparte geht in ihren Planungen von weitgehend stabilen Mietverhältnissen und einer guten Nachfrage nach Gewerbeflächen an den Konzernstandorten Augsburg und Kempten aus. Durch die heterogene Flächen- und Mieterstruktur mit 160.000 Quadratmetern Gewerbemietflächen unterschiedlicher Nutzungsarten und Preiskategorien und 260 Mietern ist das Vermietungsgeschäft stabil bei einem Auslastungsgrad von 96 Prozent. Nachdem 2017 mehrere kleine Bauvorhaben abgeschlossen und neue Mietflächen an die Mieter übergeben wurden, die im Geschäftsjahr 2018 umsatzrelevant werden, ist mit einem leichten Anstieg des Immobilienumsatzes zu rechnen. Auch Umsatzsteigerungen durch indizierte Mieten tragen hierzu bei.

2018: Jubiläumsjahr und Jahr des Generationenwechsels

2018 ist für den Dierig-Konzern ein Jahr mit mehreren Jubiläen. Das im Jahr 1805 in Langenbielau gegründete Unternehmen ist 2018 seit 100 Jahren in Augsburg präsent und 90 Jahre an der Börse notiert. Zudem wird 2018 ein Generationenwechsel im Vorstand eingeleitet. Mit der Aufsichtsratssitzung vom 23. März 2018 bestellte der Aufsichtsrat Ellen Dinges-Dierig, Augsburg, und Benjamin Dierig, Augsburg, mit Wirkung zum 1. Mai 2018 zu Vorstandsmitgliedern der Dierig Holding AG. Beide sind Nachfahren des Gründers Christian Gottlob Dierig in der siebten Generation. Ellen Dinges-Dierig und Benjamin Dierig treten als neue Vorstandsmitglieder neben Christian Dierig als Sprecher des Vorstandes und Bernhard Schad, Mitglied des Vorstandes, der nach 20-jähriger Tätigkeit für Dierig sein Mandat mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2018 aus Altersgründen niederlegen wird.

"Wie prägend der Beitrag war, den Bernhard Schad für das Unternehmen Dierig in den vergangenen 20 Jahren geleistet hat, lässt sich kaum in Worte fassen und ist im Grunde nur an den Dierig-Standorten in Backstein und Beton zu ermessen", erklärt Vorstandssprecher Christian Dierig. "Wir freuen uns daher sehr, dass Bernhard Schad dem Unternehmen erhalten bleibt und uns weiterhin eng begleiten wird." Auf Vorschlag der Aktionärin Textil-Treuhand GmbH wird der Aufsichtsrat der am 15. Mai 2018 stattfindenden Hauptversammlung vorschlagen, Bernhard Schad in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu wählen.




Über Dierig

Die Augsburger Dierig-Gruppe wurde 1805 gegründet. Die textilen Gesellschaften der Dierig-Gruppe sind breit aufgestellt. Sie handeln international mit Roh- und Fertiggeweben vielfältiger Qualitäten, bieten Objekttextilien für Hotels, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen an, verkaufen technische Textilien und produzieren designstarke Markenbettwäsche. Im Bereich der Markenbettwäsche gehört Dierig mit den Marken Fleuresse und Adam Kaeppel zu den Marktführern im deutschsprachigen Raum.

Die Immobiliensparte verwaltet, entwickelt und vermarktet das umfangreiche Immobilienvermögen des Konzerns und erweitert dieses über Zukäufe. Die Liegenschaften umfassen rund 530.000 Quadratmeter Grundstücks- und 160.000 Quadratmeter Gebäudeflächen an den Standorten Augsburg und Kempten.

Im Jahr 2018 setzte der 189 Mitarbeiter starke Dierig-Konzern 66,5 Millionen Euro um, davon 56,9 Millionen Euro im Bereich Textil und 9,6 Millionen Euro im Bereich Immobilien.

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E-Mail: info@dierig.de
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