Dienstag, 03.04.2018: Was Sie heute wissen müssen

Es soll Jahre dauern, bis Facebook den Datenskandal aufgearbeitet hat. Der saudische Kronprinz überrascht mit Aussagen zu Israel und Israels Regierungschef sorgt für Verwirrung. Der Handelsstreit zwischen China und den USA geht in die nächste Runde. Das sind die Nachrichten des Tages.

Mohammed bin Salman nähert sich Israel weiter an. (Bild-Copyright: Star Max/IPx)

Saudischer Kronprinz: “Israel hat Recht auf eigenes Land”

Saudi-Arabien erkennt Israel seit jeher nicht an. Beide Länder gelten als verfeindet. Umso überraschender sind die jüngsten Annäherungsversuche von Kronprinz Mohammed bin Salman. “Ich glaube, dass Palästinenser und Israelis das Recht auf ihr eigenes Land haben”, so der 32-Jährige im US-amerikanischen Magazin “The Atlantic”. Es sei allerdings ein Friedensabkommen nötig, um in der Region eine erforderliche Stabilität garantieren zu können. Es wird spekuliert, Israel und Saudi-Arabien könnten sich annähern, um gegen den gemeinsamen Erzfeind Iran vorzugehen.

Probleme mit Datenschutz: Facebook braucht Jahre

Mark Zuckerberg gründete Facebook im Frühjahr 2004. (Bild-Copyright: Jeff Roberson/AP Photo)

Facebook steckt nach dem Skandal, bei dem die Analysefirma Cambridge Analytica die Daten von rund 50 Millionen Facebook-Nutzern abgeschöpft haben soll, in einem “Loch”. Aus dem wolle sich das Netzwerk herausgraben, was allerdings Jahre dauern werde, kündigt Unternehmenschef Mark Zuckerberg im Gespräch mit dem US-Nachrichtenportal “Vox” an. Es sei eine “längere Zeitspanne” nötig, um alle Probleme rund um den Schutz von Nutzerdaten aus der Welt zu räumen. Facebook kündigte zuletzt bereits an, sein Online-Netzwerk überarbeiten zu wollen und Mitgliedern leichter Zugriff zu wichtigen Einstellungen zu ermöglichen.

Netanjahu setzt Übereinkunft zu afrikanischen Einwanderern aus

Benjamin Netanjahu sorgt mit seinen Flüchtlingsplänen für Verwirrung. (Bild-Copyright: Abir Sultan/Pool via AP)

Israelisches Hin und Her: Zunächst hieß es, rund 40.000 in Israel lebende afrikanische Flüchtlinge sollen umgesiedelt werden. Dann traf Regierungschef Benjamin Netanjahu mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk eine Vereinbarung: Etwa 16.000 afrikanische Einwanderer sollen in westliche Länder wie Deutschland abgeschoben werden, dafür werde Israel genauso vielen einen “vorübergehenden Status” gewähren, meldete UNHCR. Nur Stunden später setzte Netanjahu den Plan aus. Er wolle die Bedingungen noch einmal “überdenken” und die Situation nach Gesprächen mit Bewohnern aus dem Süden von Tel Aviv neu bewerten, schreibt er auf seiner Facebook-Seite. Aus dem Stadtgebiet hatten sich zahlreiche Anwohner beschwert, dort leben viele Flüchtlinge.

China beschließt Vergeltung gegen US-Strafzölle

Zwischen Donald Trump und Xi Jinping herrscht Eiszeit. (Bild-Copyright: Andrew Harnik/AP Photo)

Der Handelskonflikt zwischen China und den USA eskaliert: Ende März traten die Schutzzölle der USA auf Stahl und Aluminium in Kraft, nun hat sich Peking revanchiert. Insgesamt 128 Produkte aus den USA, darunter Wein, Fleisch und Früchte, werden zukünftig mit Zöllen zwischen 15 und 25 Prozent belegt, meldete das chinesische Finanzministerium. Der Umfang wird auf rund drei Milliarden US-Dollar beziffert. Die 28 EU-Staaten sind von den US-Zöllen zunächst bis zum 1. Mai nicht betroffen.