Die Seine in Paris steigt und steigt

Die Seine in Paris steigt und steigt. Es wird befürchtet, dass das Wasser am Wochenende die Marke 6,15 Meter erreicht. Straßen an der Seine entlang wurden gesperrt. Der Schiffsverkehr ist eingestellt. Die weltberühmten Touristenboote "Bateaux Mouche" dürfen zur Zeit also auch nicht verkehren.

In diversen Vororten der Metropole ist die Lage noch gravierender. Hier sind Straßen und Keller überflutet. Tausende sind ohne Strom. Und das Schlimmste: 2016 war es genauso, viele Einwohner geben der Politik die Schuld, nichts zum Schutz gegen Hochwasser unternommen zu haben.

Eine Frau in Villeneuve-le-Roi südlich von Paris meint: "Seit Mittwoch haben wir schon keinen Strom mehr, somit auch keine Heizung, auch die Gasversorgung hängt am Strom. Unsere Gefrierschränke funktionieren nicht, die Waschmaschinen, kein Warmwasser, man kann sich nicht duschen. 2016 hatten wir das schon, jetzt dasselbe 2018."

In Lyon sind die Saone und die Rhone über die Ufer getreten. Auch hier wird für das Wochenende mit einem weiteren Anstieg der Flüsse gerechnet. Parkplätze und Teile der Uferpromenaden sind geschlossen.