Die New York Times kritisiert Yoga-Hosen und bekommt Ärger

Bild: Ashley Corbin-Teich/Getty Images

Ein Kommentar in der „New York Times” lässt viele Leute rot sehen, denn darin wird behauptet, Yoga-Hosen seien „schlecht für Frauen”.

Die Kolumne der Redakteurin Honor Jones – manche spekulieren, dass dies ein allgemeines Pseudonym für mehrere Personen bei der altehrwürdigen Zeitung ist – klagt an, dass Yoga-Hosen zu einengend, zu sexy und verräterisch sind. Laut Times „entblößen sie jede Vertiefung und Speckrolle an jeder Frau über 30“ und bieten weniger Komfort und Sittsamkeit als die guten alten ausgebeulten Jogginghosen.

Der Kommentar argumentiert, dass Frauen enge Sportleggings tragen, „um im Fitnessstudio gut auszusehen” und dass ihnen die Optik wichtiger sei als die Funktionalität.

„Wir tragen diese Sportsachen nicht, weil sie cooler oder bequemer sind”, schreibt „Jones”. (Sie glauben, Lululemons Reveal Tight Precision Hosen verkaufen sich, weil das von Motten zerfressene Design so luftdurchlässig ist?) „Wir tragen Sie, weil sie sexy sind.“

Die Kolumne verurteilt dann die boomende Fitnessbranche dafür, dass sie Frauen unter Druck setzt, teure Kurse im Fitnessstudio zu belegen und die neuesten Athleisure-Looks zu tragen. Und während es kaum Zweifel gibt, dass eine SoulCycle Mitgliedschaft und eine Sporttasche mit Lululemon Leggings einen gewissen Ruf haben, sind viele Leser sauer über die Tirade gegen Yoga-Hosen.

Ein Großteil der Empörung hat mit der Unterstellung zu tun, Yoga-Hosen seien zu eng und zu „sexy“, um bequem zu sein und dass jeder, der keinen perfekten Körper hat, etwas bequemeres und weiteres wählen sollte. Man muss auch anmerken, dass Frauen, die Sport-Leggings tragen, oft dafür kritisiert werden, zu ungezwungen gekleidet zu sein. Entweder sind sie zu verführerisch oder zu schludrig – und Frauen werden in beiden Fällen kritisiert.


Für eine, die bereits seit Jahren Yoga macht, ist es unglaublich, dass du glaubst, wir tragen Yoga-Hosen, weil sie „sexy“ sind?! Wir tragen sie, weil sie es uns erlauben, uns auf eine Art und Weise zu bewegen, wie es in anderen Kleidungsstücken nicht möglich ist. Zudem ist es genauso wichtig zu sehen, ob man in der richtigen Position ist.


Ich sehe, es hat mal wieder jemand einen Kommentar zu den Gefahren des Tragens von Yoga-Hosen über 30 gepostet.

Lass mich das klarstellen:
Trage Yoga-Hosen, wenn du willst. Wenn jemand deine Ü-30-Speckrollen nicht mag… sag ihnen, sie sollen nicht hinsehen. Zieh an, was dir gefällt, nicht jemand anderem.


Hat jemand schon darüber geschrieben, dass Leggings und Yoga-Hosen wichtig sind, weil sie beim Tragen nicht *weh tun*? Gratulation, wenn deine Jeans am Ende des Tages keine roten Streifen hinterlässt, aber ich habe dieses Leben nie kennengelernt.


Warum hassen Leute es, wenn gute Dinge ausgefallen sind? Was ist der Sinn? Starbucks ist gut, Yoga-Hosen sind bequem, Greys Anatomy macht süchtig und Target ist voller billiger Dinge, die niedlich sind. Du klingst wie eine unangenehme, nicht-koffeinierte, verbitterte Person.


Lese gelassen den Kommentar in der NYT zu Yoga-Hosen, ist mir vollkommen egal, weil mein Hintern in allen möglichen Hosen schlecht aussieht.


Okay @nytimes. 1) Ich bin sicher, ihr hattet eine Auswahl an durchdachten Kommentaren für die Sonntagsausgebe… und das war eure Wahl? 2) Frauen, die Kommentare über die Modewahl anderer Frauen schreiben, sind schlecht für Frauen. 3) Ihr könnt meine Yoga-Hose haben, wenn ihr sie mir von meinem kalten toten Hintern herunterzieht.


Ich finde, wir sollten vor der Times in unseren Yoga-Hosen demonstrieren.


Yoga-Hosen sind okay
Jogginghosen sind okay
Hosen im Allgemeinen sind okay, selbst Cargohosen und sogar…SOGAR Caprihosen
Slacks ist ein witziges Wort, das wir öfter benutzen sollten
aber lasst uns einfach alle mal etwas über die Hosen entspannen
räum die Hosen-Beurteilung aus meinem Blickfeld.


Jogginghosen, Yoga-Hosen, Absatzschuhe oder Ballerinas. Lange Röcke, Miniröcke, blonde Haare oder blaue. Wie wäre es, einfach Freude daran zu haben, als erwachsene Frau einfach selbst entscheiden zu dürfen, was man will?

Die Kolumne hatte jedoch einen guten Punkt: Jogginghosen sind auch bequem. Aber sie stehen nicht jedem und niemand sollte sich unter Druck gesetzt fühlen, etwas zu tragen oder nicht. Eine schwangere Frau bevorzugt vielleicht den Stretch einer Yoga-Leggings; jemand anderer möchte vielleicht ein Kleidungsstück, dass Schweiß absorbiert oder etwas Anliegendes, damit es sich nicht im Springseil oder dem Fitnessgerät verfängt.

Yoga Girl CEO und Trainerin Rachel Brathen sagte Yahoo Lifestyle, dass Mode-Bewertungen in ihrem Yogastudio keinen Platz haben.

„Ich widerspreche dem [Artikel] definitiv”, sagte sie. „Ich trage keine Yoga-Hose, weil sie sexy ist und ich glaube nicht, dass viele Frauen in der Yoga-Community dies tun. Manche fühlen sich darin vielleicht sexy und tragen sie aus diesem Grund und in diesem Fall, gut für sie! Ich bin keine, die kritisiert oder verurteilt.“

„Der Grund, warum Yoga-Hosen enganliegend sind, ist einfach: Damit ermöglichen sie eine fließendere und bequemere Yoga-Ausübung”, fuhr sie fort. „Man kann in allem Yoga machen – Yoga-Hosen, Jogginghosen, nackt, was auch immer. Am Ende des Tages sollte man das tragen, in dem man sich wohl fühlt. Kleidung sollte nicht im Zentrum der Ausübung stehen, sondern dein Atem. Ich finde, daran zu denken, wie meine Hose nach unten rutscht oder ich versehentlich auf eine weite Hose trete, wenn ich in meine Krieger II Position übergehe, ist eine Ablenkung (wenn auch nur gering) und wenn ich das vermeiden kann, werde ich es tun.“

Fazit: Tragen Sie, was Ihnen steht, urteilen Sie nicht über andere, die das gleiche tun, ignorieren Sie Hater und bereiten Sie sich auf das Ende der Sport-BHs vor. Sie wissen, dass es kommen wird.

Erin Donnelly