Die Narren sind los

In den närrischen Hochburgen hat am Donnerstag um 11.11 Uhr der Straßenkarneval begonnen. In vielen Städten stürmten die Frauen an Weiberfastnacht die Rathäuser und übernahmen symbolisch die Macht. In Köln forderte das "Dreigestirn" die Stadtschlüssel ein: Dort sind der Prinz, der Bauer und die Jungfrau die offiziellen Regenten über das närrische Volk. In Mainz versammelten sich die Narren am Fastnachtsbrunnen. Die Stadt gehört zusammen mit Köln und Düsseldorf zu den Hochburgen der rheinischen Fastnacht.

Bei einer prunkvollen Gala wurde auf Teneriffa die Karnevalskönigin 2018 gewählt. Dreieinhalb Minuten hatten die Nominierten Zeit, um ihre mehr als fünf Meter hohen und über 80 Kilo schweren Kostüme zu präsentieren. Der Karneval auf Teneriffa gilt als zweitgrößter der Welt - nur übertroffen von den Samba- und Maskengruppen von Rio. Glückliche Gewinnerin: Carmen Laura Lourida, die ein Kostüm zum Thema "Renaissance" trug.

Im Mittelalter hatte die Fastnacht - der Begriff "Karneval" war unbekannt - den Charakter eines zügellosen Volksfestes. Für wenige Tage im Jahr schuf er eine verkehrte Welt, in der sich der Bettler als König verkleiden konnte. Der Obrigkeit waren die "tollen Tage" verdächtig, die Feiern wurden immer wieder verboten, doch ohne Erfolg.