Die Idee ersparte dem Arbeitgeber 1,5 Millionen Pfund. Der Dank für seinen Angestellten: 10 Pfund.

Ein Lieferwagen auf weiter Flur. Der Job ist hart und nicht besonders gut bezahlt. (Bild: AP Photo)

Ein Mitarbeiter des Versanddienstleisters Argos schrieb seinem Arbeitgeber eine E-Mail mit einer Millionen-Idee. Der Vorschlag wurde umgesetzt und alles, was der Mann zum Dank erhielt, war ein Gutschein in Höhe von 10 Pfund. Nicht nur er ist enttäuscht.

Es war ein Ideenwettbewerb. Alle Mitarbeiter des britischen Versanddienstleisters Argos waren aufgefordert, Vorschläge einzureichen, durch die sich Kosten sparen lassen würden. So was machen Unternehmen manchmal, um an Ideen zu kommen, die den Chefs in den Vorstandsetagen nicht kommen, weil sie zu weit vom kleinteiligen Tagesgeschäft entfernt sind.


Argos wurde kürzlich vom Supermarkt-Giganten Sainsbury’s aufgekauft, es wurde also Zeit, für eine Umstrukturierung, Innovation und neue Denkansätze. Mark Heslehurst schrieb deswegen eine E-Mail an den Chairman Mike Coupe. Die Idee, die Mark Heslehurst mit ihm teilte: Die Lieferwagen von Argos sollten nur noch Benzin von Tankstellen tanken, die zum Sainsbury’s Mutterkonzern gehören. Durch das Senken von Benzinkosten müsste Argos viel Geld sparen können, so das Kalkül von Heslehurst.

„Es kam mir wie eine ziemlich offensichtliche Sache vor, aber manche Ideen werden schlicht übersehen“, sagte Heslehurst der „Sun“. Und tatsächlich: Argos setzte die Idee um. Ungefähr 1,5 Millionen Pfund soll der Konzern dadurch sparen – aber als Dankeschön erhielt der Ideengeber lediglich einen Gutschein in Höhe von 10 Pfund. Etwas mehr Dankbarkeit hätte er sich schon gewünscht, sagte er.


„Ich habe einen Gutschein in Höhe von 10 Pfund erhalten. Das war nett. Aber wenn man überlegt, wie viel Geld ich der Firma gespart habe, hätte man vielleicht mehr machen können.“ Heslehurst verdient pro Stunde 7,50 Pfund – das ist der Mindestlohn. Argos aber erklärte durch eine Sprecherin, man sei Heslehurst zwar dankbar. Trotzdem sei man von allein auf die Idee gekommen. Heslehurst erhält trotzdem viel Solidarität. Auf Twitter entstand das Hashtag #paymarkheslehurst – also #Bezahltmarkheslehurst.

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