Die größten Erfolge der US-Ausgabe von "Die Höhle der Löwen“

Was in Deutschland die Löwen, sind in den USA die Haie. “Shark Tank“ ist das amerikanische Äquivalent zur deutschen TV-Show “Die Höhle der Löwen“, in der Unternehmensgründer Investoren für ihre Produkte suchen. Während in Deutschland u. a. “Little-Lunch“-Suppen, Ausleihspielzeug aus der “Spielzeugkiste“ oder “3Bears“-Porridge erfolgreich waren, gehen in den USA ganz andere Erfindungen durch die Decke.

Die erfolgreichste Erfindung aus “Shark Tank” heißt “Scrub Daddy” (Bild: Getty Images)

Wenn der Sender ABC demnächst in die zehnte Staffel von “Shark Tank“ startet, kann das mehrfach Emmy-prämierte Format auf eine ganze Reihe von Erfolgen zurückblicken. Die dort vorgestellten Erfindungen sind mal abgefahren, mal verschroben und manchmal so genial wie einfach.

Schwamm als Verkaufshit

So wie der “Scrub Daddy“, der die Liste der meist verkauften Produkte mit Abstand anführt. Was so cool klingt, ist ein mehrfach verwendbarer Schwamm in Form eines Smileys, der in kaltem Wasser fest und in warmem weich wird.

Er ist hygienischer, effektiver und haltbarer als handelsübliche Spülschwämme. Klingt erst einmal so mittel spektakulär, ist aber tatsächlich so ein Renner, dass die gelben Schwämme in den vergangenen drei Jahren 75 Millionen Dollar an Umsätzen gebracht haben. Aaron Krause stellte seinen Zauberschwamm in Staffel vier vor und konnte Lori Greiner überzeugen, bei ihm einzusteigen. 200.000 Dollar investierte sie für 20% Firmenanteile – gelohnt hat es sich für beide Seiten. Nachdem die Putzutensilien u. a. bei QVC angeboten wurden, ging es stetig bergauf. Bis heute sind die Schwämme der lukrativste Deal des TV-Formats.

“Hässliche und geschmacklose Weihnachts-Sweater“ von “Tipsy Elves” (Bild: Getty Images)

Hässliche Sweater

Weit weniger praktisch sind da die Klamotten, in die Investor Robert Herjavec 100.000 Dollar investierte. Damit sicherte er sich 10 Prozent Firmenanteile an “Tipsy Elves“, dem Start-up der Gründer Evan Mendelsohn und Nick Morton. Ihr Geschäftsmodell: Nach eigenen Angaben “hässliche und geschmacklose Weihnachts-Sweater“, wobei das Angebot seit der Ausstrahlung in Staffel 4 gewachsen ist.

Überraschend: Gründer schlagen Deal bei “Die Höhle der Löwen” aus

Mittlerweile umfasst es auch schrille Bademode, Skibekleidung und sonstige auf verschiedene Feiertage abgestimmte Klamotten – eine Neuerung, auf die der Hai Herjavec bestand und die das Start-up zu seinem bislang lohnendsten Investment gemacht hat, wie er dem “Business Insider“ verriet. Der Jahresumsatz, der vor “Shark Tank“ bei 900.000 Dollar lag, liegt inzwischen bei um die zwölf Millionen Dollar.

Al “Bubba” Baker bei “Shark Tank” (Bild: Getty Images)

Rippchen für die Mikro

Bei einem weiteren Erfolgsprodukt von “Shark Tank“ kann man sich vorstellen, dass es wohl nur in Amerika zu einem solchen Hit werden konnte: Rippchen ohne Knochen, die sich in zwei Minuten in der Mikrowelle zubereiten lassen. “Bubba’s-Q Boneless Ribs“ heißen die Dinger, hinter denen der Ex-NFL-Spieler Al “Bubba“ Baker steht, der 1978 zum AP Rookie-Abwehrspieler des Jahres gekürt wurde. Football und Barbecue – dieser Kombination können Amerikaner einfach schwer widerstehen.

Investor Daymond John steckte in Staffel 5 300.000 Dollar in das Start-up und bekam dafür 30 Prozent Firmenanteile plus Lizenrechte. Dem “Business Insider“ sagte er, er rechne mit Umsätzen von 200 Millionen Dollar.

“Die Höhle der Löwen”: Dieses Produkt ist Ralf Dümmels Kassenschlager 

Horror als Goldesel

Richtig gruselig wird es beim Deal, den Mark Cuban mit Melissa Carbone abschloss. 2 Millionen Dollar investierte er in das Unternehmen “Ten Thirty One Productions“, an dem er mit 20 Prozent beteiligt ist. Nichts weniger als Live Horror ist das Geschäftsmodell, das auf aufgespießten Köpfen und anderen Gruseligkeiten besteht.

Nach eigenen Angaben springt für den Hai ein Profit von einer halben Million Dollar im Jahr heraus, seitdem die Umsätze um das Sechsfache gestiegen sind. Das Unternehmen macht so viel Gewinn, dass die Gründer ihren Erfolg mit weniger Privilegierten teilen wollten und mittlerweile zwei Waisenhäuser in Indien auf die Beine gestellt haben, in denen insgesamt 100 Kinder wohnen.