Die erstaunliche Geschichte hinter diesem Kuss

Der Taucher Hiroka Arakawa und Fischdame Yoriko sind dicke Freunde. (Bild: Screenshot YouTube/Great Big Story)

Ein alter Mann, der in Tauchausrüstung einem riesigen Lippfisch einen dicken Kuss auf die Stirn drückt – dieses Video begeistert derzeit das Internet. Hinter den Aufnahmen steckt die rührende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft.

Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass der 79-jährige Hiroku Arakawa in den Tiefen des Hisama Unterwasserparks im japanischen Tateyama einen verletzten Lippfisch entdeckte. Arakawa baute damals einen Unterwasserschrein, in dem er die verletzte Fischdame Yoriko entdeckte. Das erzählte er kürzlich dem Internetportal „Great Big Story“. Er beschloss sie zu pflegen, fütterte sie zehn Tage lang mit fünf Krabben und päppelte sie auf, bis der Lippfisch wieder gesund war. Arakawa rettete dem Tier das Leben.

Das resultierte in eine lebenslange Freundschaft – denn 25 Jahre später ist das Verhältnis zwischen den beiden immer noch innig, wie dieses Video zeigt.

„Ich würde sagen, dass wir einander verstehen“, erzählt Arakawa im Video. Der Japaner taucht schon seit 50 Jahren. „Nicht, dass wir miteinander reden können, aber es ist einfach natürlich passiert.“ Dass sich der Fisch von einem Menschen küssen lässt, ist äußerst ungewöhnlich. „Ich bin der Einzige, bei dem sie das zulässt“, so der Mann.

„Ich glaube, sie weiß, dass ich sie gerettet habe, dass ich ihr geholfen habe, als sie schlimm verletzt war. Dass ich das tun konnte, macht mich stolz“, erklärt er. Damit könnte der Taucher recht haben: Ein Wissenschaftlerteam der University of Oxford entdeckte im vergangenen Jahr, dass bestimmte Fischarten erstaunlicherweise über die Fähigkeit verfügen, Menschengesichter zu erkennen. Das berichtete unter anderem „The Guardian“.

„Ich glaube, jeder kann die Aufmerksamkeit eines Tieres bekommen, wenn er es füttert. Aber sie zu berühren oder mit ihnen zu interagieren, ist schwieriger zu schaffen. Ich weiß nicht, ob es in der Natur dieser Fischart liegt, aber es gibt ein gegenseitiges Gefühl von Vertrauen zwischen uns“, erzählte Arakawa.

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