Die "Blessing Box" erobert New York

Die "Blessing Box" erobert New York

Kleine Kisten voll kostenloser Bücher sind in amerikanischen Vorgärten nichts Ungewöhnliches mehr. Roman Espinoza aus dem Bundesstaat New York hatte nun eine noch bessere Idee: die "Blessing Box", eine Kiste, gefüllt mit Lebensmitteln.

An den kostenlosen Nahrungsmitteln sollen sich all jene bedienen, die Hilfe nötig haben. Umgekehrt steht die simple Holzkiste auch allen zur Verfügung, die gern andere unterstützen möchten. "Ob du nehmen oder geben möchtest, du kannst einfach zur 'Blessing Box' gehen", erklärte Espinoza dem US-Sender CNN. "Es ist kein Schloss dran – sie ist 24 Stunden geöffnet, sieben Tage die Woche."

Die Idee kam dem 46-jährigen Veteranen während eines Kurses am Community College. Er war erschüttert zu sehen, dass es in der Schule einen Lebensmittelvorrat für bedürftige Studenten gab. "Ich dachte: Man, diese Erwachsenen, die hier Kurse belegen, können nicht einmal jeden Tag essen." Kurz darauf stellte er in seinem Vorgarten die Spendenbox auf. Zunächst füllte er sie noch selbst mit Lebensmitteln, doch schnell fanden sich auch andere Mitglieder der Gemeinde, die mithalfen.

"Wir versuchen Dinge hineinzulegen, die etwas bringen – Zahnpasta, Zahnbürsten, Pflaster… etwas Seife und Shampoo." Wer die Dinge letzten Endes mit nach Hause nimmt, wisse er nicht genau, gesteht Espinoza. "Manchmal ist es Leuten unangenehm, mitten am Tag zu der Kiste zu gehen." Daran, dass die Spenden dringend gebraucht werden, habe er aber keinen Zweifel.

Die "Blessing Box" kommt so gut an, dass der Erfinder schon gebeten wurde, weitere Kisten für die Gemeinde zu zimmern.