Di Canio: Bonucci-Verkauf war notwendig - Milan wird trotzdem nicht italienischer Meister

Zuletzt wechselte Leonardo Bonucci nach Mailand. Doch trotz der großen Investitionen wird der AC Milan laut Di Canio nicht Meister in der Serie A.

Leonardo Bonucci ist am Freitag offiziell von Juventus Turin zum AC Mailand gewechselt. In einem Gespräch mit Goal stellt Paolo Di Canio klar, dass Juve den Abwehrspezialisten verkaufen musste, um die Harmonie im Klub aufrechtzuerhalten. Außerdem ist er der Meinung, dass Milan trotz der großen Transferoffensive die Trophäe in der Serie A in der kommenden Spielzeit nicht gewinnen kann.

Schon länger wurde über eine gewisse Disharmonie zwischen Trainer Massimiliano Allegri und Bonucci berichtet. Die Trennung sei nun der notwenige Schritt gewesen. "Sie können sogar ihren Top-Fußballer opfern, weil sie eine sehr gute Atmosphäre haben wollen. Sie wollen ein Team, das zusammenhält - eine Einheit", so Di Canio. Laut dem ehemaligen Angreifer sei es der richtige Zeitpunkt für den Italiener gewesen, den Klub zu verlassen. "Aber ich war überrascht, dass er beim AC Milan landete", zeigt sich der 49-Jährige verwundert.

Milan schlägt derweil in diesem Transferfenster mächtig zu. Mit neuen chinesischen Investoren im Rücken haben die Rossoneri bisher mehr als 200 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Doch kann der AC in der kommenden Saison schon italienischer Meister werden? "Nein, weil sie mit Bonucci nur einen Top-Spieler gekauft haben, der bereits Titel gewonnen hat. Die anderen Spieler haben noch nichts gewonnen", erklärt der ehemalige Lazio-Profi.

In der italienischen Modemetropole leitet man diesen Sommer einen Umbruch ein. Doch dieser benötige seine Zeit. Di Canio meint deshalb: "Es wäre eine große Überraschung, sollte Milan sofort die Liga gewinnen, aber im Fußball ist alles möglich - zumal die Serie A keine Top-Liga ist."