DHL-Erpresser: So erkennen Sie manipulierte Pakete

DHL-Erpresser: So erkennen Sie manipulierte Pakete

Die Angst geht um in Deutschland: Am Freitag sorgte ein manipuliertes DHL-Paket am Potsdamer Weihnachtsmarkt für Alarm. Nach Angaben der Ermittler lag dem Päckchen, das glücklicherweise nicht detonierte, ein Erpresserbrief bei, der sich an den Paketdienst richtete. Doch was können die Bundesbürger tun, um sich zu schützen?

Gerade zur Weihnachtszeit boomen die Paketauslieferungen. Ob Haushaltswaren, Elektrogeräte oder Bücher – vielfach werden Geschenke online bestellt oder an die Lieben verschickt. Doch nun lauert die Gefahr im Hintergrund. Unbekannte Täter erpressen den Paketdienst DHL und verlangen eine Zahlung in Millionenhöhe.

"Wer ein auffälliges Paket zugestellt bekommt, nicht öffnen, denn das könnte die Auslösung bewirken", warnte Innenminister Karl-Heinz Schröter auf einer Pressekonferenz am Sonntag. Hinweise sind beispielsweise unbekannte Absender, Rechtschreibfehler oder aus dem Paket ragende Drähte. Auch die Post riet am Sonntag zur Vorsicht, bei Paketen unbekannter Herkunft.

Luise ermittelt

Bereits Anfang November war offenbar ein manipuliertes Paket an einen Online-Händler in Frankfurt Oder geschickt worden. Da es beim Öffnen in Flammen aufgegangen war, verbrannte das Erpresserschreiben damals. Nun folgte eines in einer Apotheke in Potsdam. Die Sicherheitsbehörden halten weitere manipulierte Sendungen an kleine Unternehmen und Privatpersonen für möglich.

Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungsgruppe "Luise" ins Leben gerufen, benannt nach der Apotheke. Rund 25 Mitarbeiter fahnden nun nach den Verantwortlichen der Tat.

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