Bei DHDL fiel ihr alkoholfreier Gin durch – einen Investor hat Laori trotzdem gefunden

Sarah Heuberger
·Lesedauer: 2 Min.
Stella Strüfing und Christian Zimmermann haben ihren alkoholfreien Gin zuerst in der eigenen Küche entwickelt.
Stella Strüfing und Christian Zimmermann haben ihren alkoholfreien Gin zuerst in der eigenen Küche entwickelt.

Die Gründer Stella Strüfing und Christian Zimmermann traten in der aktuellen Sendung von „Die Höhle der Löwen“ an, um den Juroren ihren alkoholfreien Gin und ein Investment in ihre Firma schmackhaft zu machen. Das klappte beides nicht, die Investoren zeigten sich nicht überzeugt von dem Getränk. Das Gründer-Duo verließ die Show ohne einen Deal.

Im Nachgang an die Show konnte das Startup aber dennoch einen anderen Investor überzeugen: Faraday Ventures Partners aus Madrid hat eine sechsstellige Summe in das Unternehmen investiert, wie das Startup nun bekannt gibt.

Laori soll eine Alternative sein für Leute, die zwar gern Drinks wie Gin Tonic trinken, aber keine Lust auf den Kater am nächsten Morgen hätten, sagt die 34-jährige Strüfing beim Pitch in der Sendung. So sei es ihr immer gegangen, deshalb habe sie sich ursprünglich auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Auf der Food-Konferenz von Gründerszene lernte die Betriebswirtin schließlich ihren Mitgründer Christian Zimmermann kennen, einen Lebensmitteltechniker. Gemeinsam entwickelten sie die Rezeptur des Drinks, der unter anderem Kardamom, Rosmarin und Wacholder enthält.

„Praktisch ungenießbar"

Die TV-Löwen sind jedoch nicht davon überzeugt. Ihr Hauptkritikpunkt: zu wenig Ähnlichkeit mit Gin. Als „sympathisches Erfrischungsgetränk“ sei der Laori Tonic ja geeignet, aber mit einem Gin habe das Getränk wenig zu tun, findet Georg Kofler. Pur sei der Drink „praktisch ungenießbar“, sagt der Südtiroler Investor. „Es schmeckt einfach nicht nach Gin!“, findet auch Dagmar Wöhrl, sondern nur nach Lavendel. Carsten Maschmeyer bemängelt zudem den Preis des Getränks: Mit 24,90 Euro pro Flasche sei der Drink einfach zu teuer.

Das sah Faraday Ventures Partners offensichtlich anders. Unter dem Venture-Capital-Geber haben sich mehrere Privatinvestoren zusammengeschlossen, gemeinsam hat sich der Investorenclub an dem Berliner Startup beteiligt. Nach der Finanzierung soll die Bewertung von Laori nun bei 2,5 Millionen Euro liegen.