DGB Nord fordert wegen hoher Preise Entlastungen

KIEL (dpa-AFX) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Nord hat die Landesregierung in Kiel aufgefordert, soziale Notlagen von Menschen wegen drastisch gestiegener Preise zu verhindern. "Angesichts der hohen Energiepreise und der weiter drohenden Gasmangellage muss die Politik reagieren", erklärte am Donnerstag die Vorsitzende des DGB Nord, Laura Pooth. Die neue schwarz-grüne Landesregierung dürfe die Menschen nicht allein lassen.

"Niemand soll im Winter im Dunkeln sitzen und frieren, weil er Angst hat, sich die Energiekosten nicht mehr leisten zu können", sagte Pooth einer Mitteilung zufolge. "Wir brauchen deshalb schnell den im schwarz-grünen Koalitionsvertrag angekündigten Härtefallfonds für Menschen, die ihre Strom- oder Gasrechnungen und horrende Nachforderungen ihrer Vermieter nicht bezahlen können." Zudem müsse sichergestellt werden, dass Vermieter keine Kündigungen aussprechen, wenn Mieter infolge gestiegener Lebenshaltungskosten in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Der DGB Nord hatte einen Drei-Punkte-Plan vorgeschlagen, um weitere soziale Entlastungen umzusetzen und Notlagen zu verhindern. "Neben einem Härtefallfonds fordern wir einen Gaspreisdeckel von 7,5 Cent pro Kilowattstunde für den Grundverbrauch privater Haushalte sowie einen Energiegipfel unter Einbindung der Sozialpartner", sagte Pooth. Sie verlangte zudem regelmäßige Gespräche, um gesamtgesellschaftliche Lösungen zu entwickeln und mit konkreten Maßnahmen zu hinterlegen.

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