DGB für Ausbau von Windkraftnutzung und Wasserstofftechnologie

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SCHWERIN/HAMBURG (dpa-AFX) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert die Aufstellung neuer Windräder in Norddeutschland, um mehr Ökostrom für die Wasserstoffproduktion bereitstellen zu können. "Ohne einen deutlichen Zubau bleiben alle grünen Wasserstoffstrategien nur Papiertiger", warnte am Freitag DGB-Nordchef Uwe Polkaehn.

Unmittelbar vor Beginn einer Videokonferenz der Regierungschefs der norddeutschen Bundesländer zu dem Thema beklagte Polkaehn einen "Genehmigungsstau bei Windkraftanlagen". Diesen gelte es rasch aufzulösen. Zudem müsse der Bund die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in neue Energietechnologien verbessern.

Bereits vor den Beratungen unter Vorsitz von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatten die Nordländer deutlich gemacht, dass sie künftig mehr wirtschaftlichen Nutzen aus der Windkraft ziehen und den so gewonnenen Ökostrom verstärkt zur Produktion von Wasserstoff nutzen wollen. Wasserstoff gilt als klimafreundlicher Energieträger der Zukunft.

Nach Überzeugung Schwesigs bietet die Wasserstofftechnologie gute Chancen, saubere Industrie in den norddeutschen Ländern anzusiedeln und damit zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Allerdings fehlen noch großtechnische Anwendungen und der Ausbau der Windkraft-Nutzung an Land trifft bei betroffenen Bürgern zunehmend auf Widerstand.