DGB-Chef knüpft Homeoffice-Pflicht an Impfquote

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DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, lehnt ein baldiges Auslaufen der Homeoffice-Pflicht trotz sinkender Corona-Inzidenzen ab. "Auch wenn die Infektionszahlen endlich zurückgehen – es wäre unverantwortlich, jetzt alle wirkungsvollen Mechanismen des Infektionsschutzes über Bord zu werfen“, sagte Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstagsausgaben). Solange nicht ein Großteil der Beschäftigten vollständig geimpft sei, dürften sich die Arbeitgeber "nicht aus der Verantwortung ziehen".

Gerade die Unternehmen stünden in besonderem Maße in der Pflicht, für einen wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu sorgen. "Neben klaren Hygienekonzepten beinhaltet dieser zweifelsohne auch die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten“, sagte Hoffmann weiter.

Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass mobile Arbeit in einem weit größeren Umfang möglich sei, als bisher angenommen, aber auch die Schattenseiten offengelegt, sagte der DGB-Chef. Deswegen fordere der DGB einen gesetzlichen Regelungsrahmen für mobiles Arbeiten. "Wir brauchen klare Spielregeln für eine moderne, digitale Arbeitswelt", forderte Hoffmann.

Stärkere Mitbestimmungsrechte spielten eine zentrale Rolle, betonte der Gewerkschaftschef. Überall dort, wo Mitbestimmung und Tarifbindung funktionierten, seien bereits vor der Corona-Krise, aber auch in den vergangenen Monaten, viele gute, für das jeweilige Unternehmen oder die Branche passgenaue Vereinbarungen zur Regelung mobilen Arbeitens abgeschlossen worden – sowohl in Betriebsvereinbarungen als auch in Tarifverträgen.

ck/

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