DFB: Mit einer Warnung zum Weltrekord

Kommt im Nationalteam und bei Bayern München immer besser an: Sebastian Rudy

Belfast/Mainz.  Genugtuung klingt immer ein wenig böse – nach einem der sündigen emotionalen Abgründe, in die ein Mensch nur selten herabschreiten sollte. Aber Sebastian Rudy ist nicht böse, und dass ihn eine Portion Genugtuung in diesen Tagen begleitet, ist durchaus nachvollziehbar. "Ja, es gab diese Stimmen", sagt der Profi des FC Bayern München, bei dem es angebracht ist, sich zu vergewissern, dass man auch wirklich Bayern München geschrieben hat und nicht weiterhin Hoffenheim. Denn noch bringt man Rudy und den Großklub der Superguten ja nur schwer miteinander in Verbindung, obwohl er doch seit diesem Sommer dazugehört.

Und tatsächlich waren da diese Stimmen, die Rudy (27) auf den Weg an die Säbener Straße begleitet hatten. Er sei womöglich nicht gut genug für das Star-Ensemble. Also musste die Frage am späten Donnerstagabend in Belfast erlaubt sein: Verspüren Sie Genugtuung, Herr Rudy?

Der Unterschätzte überzeugt

"Joa", sagte er, weil er sich zu einem klaren Ja dann doch nicht durchringen konnte. Ob er unterschätzt werde? "Ja, aber sollen sie nur. Lieber unterschätzt als überschätzt – ich komme mehr so aus der zweiten Reihe." Mit Verzögerung, meinte er. In der Nationalmannschaft war dieser Moment am Donnerstag beim 3:1-Sieg der deutschen Elf gegen Nordirland gekommen, mit dem die Qualifikation für die Fußball-WM 2018 vorzeitig perfekt gemacht wurde.

Sebastian Rudy hatte dabei nicht nur ein prächtiges Tor geschossen, sondern auch in fast allen anderen Momenten der Partie das Richtige getan. W...

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