DFB-Vizepräsident Koch: "Tausende Amateurvereine am Sonntagnachmittag schützen"

DFB-Vizepräsident Koch: "Tausende Amateurvereine am Sonntagnachmittag schützen"

DFB-Vizepräsident Rainer Koch (Poing) hat sich ebenfalls in die Diskussion um die Bundesliga-Montagsspiele eingeschaltet und nochmals auf die Interessen der zahlreichen Amateurklubs hingewiesen. "Mit Blick auf die vielen Tausend Amateurvereine in Deutschland, die am Sonntagnachmittag ihre Spiele austragen und deren Spielbetrieb und deren Interessen wir eben auch zu beachten und zu schützen haben, scheidet für mich der Sonntagnachmittag für weitere Spiele aus", schrieb Koch bei Facebook.
Damit befindet sich der 59 Jahre alte Richter auf einer Linie mit DFL-Boss Christian Seifert. Die Montagsspiele "wurden eingeführt als Interessensausgleich zwischen mitreisenden Fans einerseits und dem Amateurfußball andererseits, der nach wie vor sehr viele Spiele am Sonntag absolviert", hatte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) dem Hessischen Rundfunk (HR) gesagt.
Koch führte aus: "Ich kann sehr gut verstehen, dass viele Fans insbesondere wegen der Anreiseprobleme nicht glücklich mit dem Termin am Montagabend sind. Es gibt aber noch mehr Probleme zu bedenken, es geht bei Weitem nicht nur um die Anliegen der mitreisenden Auswärtsfans." Klar sei, dass Mannschaften mit einem Donnerstagsspiel in der Europa League nicht 36 Stunden später am Samstag Bundesliga spielen können, so Koch.
Also blieben als Ausweichspieltag nur der Sonntag oder der Montag. Koch: "Wir dürfen nicht übersehen, dass an jedem Wochenende in Deutschland mehr als fünf Millionen Menschen als Spieler, Trainer, Vereinsverantwortliche oder Zuschauer auf Amateurfußballplätzen anzutreffen sind! Meine Meinung daher: Sport geht vor, deshalb keine Samstagsspiele für Europa-League-Teams mit Spielen am Donnerstagabend!"