DFB-Team: U21: Kapitän Tah fällt gegen Kosovo aus

Der neue U21-Kapitän Jonathan Tah ist nicht an Bord: Ausgerechnet zum Auftakt der EM-Qualifikation am Dienstag in Osnabrück gegen Kosovo fehlt der 21 Jahre alte Innenverteidiger von Bayer Leverkusen dem Titelverteidiger verletzungsbedingt.

Der neue U21-Kapitän Jonathan Tahist nicht an Bord: Ausgerechnet zum Auftakt der EM-Qualifikation am Dienstag in Osnabrück gegen Kosovo fehlt der 21 Jahre alte Innenverteidiger von Bayer Leverkusen dem Titelverteidiger verletzungsbedingt.

"Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Natürlich ist es schade, dass einer unserer Führungsspieler beim Start in die EM-Qualifikation nicht dabei sein kann, wir sind aber gerade in der Innenverteidigung im aktuellen Kader gut besetzt", sagte U21-Coach Stefan Kuntz.

Tah verließ bereits am Samstag das Quartier des EM-Titelverteidigers in Harsewinkel und wird beim Werksklub weiterbehandelt. Der Abwehrspieler hatte die Blessur im Länderspiel am Freitag gegen Ungarn (1:2) in Paderborn erlitten. Eine Nachnominierung wurde nicht vorgenommen.

Die verpatzte Generalprobe hatte Kuntz sowieso schnell abgehakt. "Wir bleiben ruhig. Normalerweise macht man keine zwei schlechten Spiele hintereinander", sagte der Europameister von 1996 nach der enttäuschenden Vorstellung gegen Ungarn und richtete seinen Blick lieber nach vorne.

Gegen den Kosovo beginnt für den Europameister der lange Weg zur Endrunde 2019 in Italien, wo auch die Olympia-Tickets für Tokio 2020 vergeben werden. Ob der "neuen" U21 bei diesen Großereignissen ähnliche Erfolge wie den EM-Helden von Polen gelingen, scheint derzeit noch fraglich. Denn der Umbruch könnte größer kaum sein, gegen Ungarn liefen gleich 14 Debütanten auf.

"Aus der Startelf vom EM-Finale ist derzeit keiner dabei. Und wir hatten in Polen einen Kader mit der Erfahrung von insgesamt 1200 Bundesliga-Spielen. Aktuell sind es 100 oder 150. Daran ist der große Unterschied zu erkennen", sagte Kuntz, der aber auch betonte: "Bis zur EM sind es noch zwei Jahre."

Greifen müssen die Automatismen und das für viele Spieler neue System aber schon gegen das jüngste UEFA-Mitglied Kosovo, das am Freitag immerhin 3:2 gegen Norwegen gewann. "Es war vorher klar, dass wir eine neu zusammengewürfelte Mannschaft sind. Wenn wir uns besser kennengelernt haben, wird eine Steigerung zu erkennen sein", sagte Johannes Eggestein.

Der 19 Jahre alte Debütant von Werder Bremen hatte in Paderborn immerhin das Tor zum 1:2-Endstand (65.) besorgt, gleichzeitig war es der 700. Treffer der deutschen U21-Historie.

Bis zum Kosovo-Spiel setzt Kuntz auf "viele Analysen und viele Gespräche", um dann eine beeindruckende Serie fortzusetzen. In der EM-Qualifikation ist die deutsche U21 seit August 2010 ungeschlagen, inklusive Play-offs gab es in 34 Spielen 29 Siege und fünf Remis. Das soll vorerst auch so bleiben.

Ein Schützenfest ist dann aber kaum zu erwarten. "Am Dienstag werden wir uns extremst aufs Ergebnis konzentrieren", sagte Kuntz, nach der kurzen Vorbereitung seien die drei Punkte das oberste Ziel.

Schließlich bewies die Niederlage gegen Ungarn, das noch eine Menge Arbeit auf Kuntz wartet: "Wir haben die Jungs ins kalte Wasser geworfen, und das Schwimmen hat dann schon angestrengt."

Mehr bei SPOX: Tuchel über seine Zukunftspläne und Dembele | Dreierpack! BVB-Wunderkind Moukoko sorgt erneut für Furore | Grindel: "Wir müssen uns den Krawallmachern entgegenstellen"