DFB-Team: Werner: Gündogan "wird Situation drehen“

Timo Werner hat Verständnis für die Situation seines Mitspielers Ilkay Gündogan zum Ausdruck gebracht. Der Mittelfeldspieler war nach seinem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan beim letzten Testspiel vor der WM gegen Saudi-Arabien ausgepfiffen worden.

Timo Werner hat Verständnis für die Situation seines Mitspielers Ilkay Gündogan zum Ausdruck gebracht. Der Mittelfeldspieler war nach seinem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan beim letzten Testspiel vor der WM gegen Saudi-Arabien ausgepfiffen worden.

"Ich kenne das und weiß deshalb, wie es Ilkay geht. Aber er ist Profi und wird es wie ich schaffen, mit Leistung die Situation wieder zu drehen", sagte Werner dem kicker. Werner hatte nach seiner Schwalbe im Bundesligaspiel gegen den FC Schalke 04 am 13. Spieltag der Saison 2016/17 bei Leipziger Auswärtsspielen lange Zeit Pfiffe geerntet.

Vor seiner ersten Turnierteilnahme will sich Werner selbst keinen großen Druck machen. Bei der Nationalmannschaft sei nicht "wie in Leipzig überwiegend alles darauf ausgerichtet, dass ich gut in Szene gesetzt werde. Wir haben in der Nationalmannschaft auch andere Superspieler, die Spiele entscheiden können."

Werner beim DFB "unter dem Radar"

Dementsprechend kann Werner entspannt in die Partien gehen: "Ich fliege immer noch so ein bisschen unter dem Radar. Ich denke auch nicht darüber nach, ob ich die Torjägerkanone holen kann oder nicht. Wenn ich so an die Sache rangehe, wird mich auch ein schwächeres Spiel nicht aus der Bahn werfen."

Vor dem ersten Gruppenspiel gegen Mexiko hat Werner großer Respekt. Als "wahrscheinlich stärkster Gruppengegner" würden El Tri die schwierigste Hürde der Vorrunde werden: "Die mauern nicht, sondern suchen eher die Flucht nach vorn. Deshalb müssen wir aufpassen, dass wir da am Anfang nicht überrollt werden und ein gutes Umschaltspiel haben."

Werner über FC-Bayern-Gerüchte

Das kürzlich bekannt gewordene Interesse des FC Bayern München beschäftigt den Spieler derzeit ebenso wenig wie der offene Trainerposten in Leipzig. Ein klares Bekenntnis über die kommende Saison hinaus zu RB Leipzig ließ Werner aber aus: "Der Fußball ist ja auch so schnelllebig."

Für ihn ist klar, dass der nächste Schritt in seiner Karriere irgendwann folgen muss: "Wenn man ein Thomas Müller oder Mesut Özil oder Robert Lewandowski werden will, muss man vielleicht irgendwann zwangsläufig zu einem Verein, der in der Champions League ins Halbfinale kommt.

Werner sagte, auch mit Ex-Mitspieler Naby Keita im Hinterkopf: "Ich glaube, niemand ist in Leipzig böse, wenn ein Spieler irgendwann dann auch den nächsten Schritt machen möchte." Und für den nächsten Schritt sei der FC Bayern in Deutschland "die erste und wohl auch einzige Anlaufstelle."

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