DFB-Regionalverbände sprechen Löw und Bierhoff Vertrauen aus

DFB-Regionalverbände sprechen Löw und Bierhoff Vertrauen aus

Die Regional- und Landesverbände des DFB haben Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff nach dem frühen WM-Aus das Vertrauen ausgesprochen. Die Präsidenten der Verbände seien sich einig, "dass es an den sportlich verantwortlichen und über viele Jahre äußerst erfolgreichen Köpfen der Nationalmannschaft keinen Zweifel gibt", teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mit. Vorausgegangen war eine Konferenz der Verbände in Frankfurt, an der auch Bierhoff teilnahm.
Sachsens Verbandschef Hermann Winkler hatte in dieser Woche noch Kritik an der Vorgehensweise des DFB rund um die WM-Endrunde geübt. Der 55-Jährige monierte die aus seiner Sicht verfrühte Vertragsverlängerung mit Löw schon vor der WM ebenso wie eine mangelnde Einstellung der Nationalspieler.
Davon war am Donnerstag keine Rede. "Bundestrainer Joachim Löw und Oliver Bierhoff genießen wie die gesamte DFB-Spitze das Vertrauen der Regional- und Verbandspräsidenten, den sportlichen Umbruch einzuleiten und die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen. In diesem Kontext unterstrich die Konferenz, dass sie die vor der WM vom Präsidium des DFB vorgenommene Vertragsverlängerung mit Joachim Löw für richtig erachtet", hieß es in einer Mitteilung des DFB.
Bierhoff hatte den Präsidenten auf der Konferenz das weitere Vorgehen nach dem Vorrundenaus in Russland erläutert. Bei den "intensiven" Gesprächen hätten alle Präsidenten ihre Einschätzungen und ihre Eindrücke vorgebracht, hieß es. Daneben seien Fragen diskutiert worden, "die sich die Menschen in den Vereinen an der Basis stellen", von der spielerischen Ausrichtung der Mannschaft über die Einstellung bis zum Thema Kommerzialisierung.
Die Konferenz habe dabei positiv zur Kenntnis genommen, dass sich die sportliche Leitung in einer "intensiven, tiefgehenden und selbstkritischen Analyse befindet" und bereit sei, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. "Gleichzeitig unterstützt sie ohne Ausnahme den eingeschlagenen Weg, dass eine seriöse und wegweisende Aufarbeitung die notwendige Zeit in Anspruch nehmen muss", hieß es weiter.