DFB-Pokal: Handy-Affäre: DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Rangnick

RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick muss für die Handy-Affäre mit einer Strafe durch den DFB rechnen. Der DFB-Kontrollausschuss leitete am Donnerstag ein Ermittlungsverfahren gegen den 59-Jährige ein. Rangnick war beim Pokalgipfel zwischen RB und Bayern München (1:1 n.V., 4:5 i.E.) in der Halbzeit auf den Platz gestürmt, um Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) mit seinem Smartphone eine Fehlentscheidung aufzuzeigen .

RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick muss für die Handy-Affäre mit einer Strafe durch den DFB rechnen. Der DFB-Kontrollausschuss leitete am Donnerstag ein Ermittlungsverfahren gegen den 59-Jährige ein. Rangnick war beim Pokalgipfel zwischen RB und Bayern München (1:1 n.V., 4:5 i.E.) in der Halbzeit auf den Platz gestürmt, um Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) mit seinem Smartphone eine Fehlentscheidung aufzuzeigen.

Es kam auf dem Platz zur Rudelbildung, Weltmeister Mats Hummels baute sich vor Rangnick auf. Bayern-Torhüter Sven Ulreich schlichtete. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erlaubt ist. Sonst haben die Schiedsrichter bald in der Halbzeit nur noch Verantwortliche um die Ohren", sagte Hummels hinterher.

Zwayer verwies Rangnick bereits während des Spiels aus dem Innenraum. Mutmaßlich war auf dem Smartphone die strittige Szene zu sehen: Bayern-Star Arturo Vidal hatte an der Strafraumgrenze den Leipziger Emil Forsberg gefoult (35.). Zwayer entschied zunächst auf Elfmeter für RB, was er nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurücknahm. Es gab Freistoß.

Stein des Anstoßes war Schiri Zwayer. Mehrere falsche Entscheidungen und fehlendes Fingerspitzengefühl wurden dem Unparteiischen - von beiden Seiten im Übrigen - vorgeworfen.

Rummenigge lobt: "Zwayer ist einer unserer besten Schiedsrichter"

So zeigte Zwayer Leipzigs Naby Keita in der 55. Minute Gelb-Rot. Der Mittelfeldstratege hatte Robert Lewandowski auf dem Weg zum Tor am Trikot gezogen. Der künftige Liverpool-Star war in der ersten Halbzeit wegen Foulspiels verwarnt worden, nachdem er selbst dreimal Opfer von Foulspielen geworden war und es keine Verwarnung gegeben hatte.

Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge verstand den RB-Protest allerdings nicht: "Die Gelb-Rote Karte für Keita war berechtigt", meinte der 62-Jährige und stellte klar: "Zwayer ist einer unserer besten Schiedsrichter."

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