DFB-Mittelfeldstar Sami Khedira gibt zu: "Wir haben Mexiko vor dem Spiel anders analysiert"

Mexiko überraschte Weltmeister Deutschland im ersten WM-Gruppenspiel. Mittelfeldspieler Sami Khedira erklärt, woran der schwache DFB-Auftritt lag.

Sami Khedira hat nach der 0:1-Niederlage des DFB-Teams gegen Mexiko im ersten WM-Gruppenspiel Ursachenforschung betrieben und zugegeben, dass Deutschland den Gegner "anders erwartet" habe.

Zwei Tage vor der zweiten Partie in Sotschi gegen Schweden sagte Khedira rückblickend: "Wir haben Mexiko vor dem Spiel anders analysiert. Den Vorwurf müssen wir uns machen, den muss ich mir auch selber machen."

Khedira: "Ballverluste vermeiden und Defensive stärken"

Demnach ging das Team von Bundestrainer Joachim Löw von einer offensiveren Ausrichtung der Mexikaner aus. "Wir haben gedacht, dass sie früher pressen und aggressiver sind, aber sie standen gut. Darauf waren wir nicht vorbereitet", gestand der defensive Mittelfeldspieler.

Aus der Auftaktniederlage will der Juventus-Star aber auch seine Lehren ziehen. "Wir müssen die Ballverluste vermeiden und die Defensive stärken. Damit sind nicht nur die beiden Innenverteidiger gemeint, sondern alle. Wenn man immer 70 Meter zurücksprinten muss, dann ist das nicht gut", deutete er an. Gegen die Schweden, die ihr Auftaktspiel mit 1:0 gegen Südkorea gewannen, wollen Khedira und Co. dies auch in die Tat umsetzen.

Khedira mit 75. Länderspiel

Laut des 31-Jährigen habe es aber bereits vor dem ersten Spiel eine schwierige Situation für das DFB-Team gegeben: "Es war von Anfang an unheimlich schwer. Wir sind die Gejagten. Andere Nationen haben auch Schwierigkeiten, aber uns will jeder schlagen."

Im Hinblick auf das große Ziel Titelverteidigung sieht Khedira sich und die Mannschaft deshalb in der Pflicht. "Jetzt haben wir keinen Joker mehr, das wissen wir."

Khedira absolvierte gegen Mexiko sein insgesamt 75. Länderspiel für Deutschland. In diesen gelangen dem Ex-Stuttgarter sieben Treffer.