DFB ermittelt nach Pyro-Gedenken für Schalke-Ultra

Reinhard Franke

Dem FC Schalke 04 droht Ärger mit dem DFB. Am vergangenen Freitagabend hatten die Schalker-Anhänger beim Spiel gegen den FSV Mainz 05 während einer Fan-Choreographie für einen verstorbenen Ultra eine Pyro-Fackel abgebrannt.

Allerdings war die Aktion zum Gedenken an den im Alter von nur 20 Jahren verstorbenen Fan mit dem Verein abgesprochen worden. Der Capo (Vorsänger) der Schalker Ultras hatte die Fackel unter Aufsicht der Feuerwehr vor der Nordkurve auf einem Podest kontrolliert abgebrannt.

DFB fordert Schalker Stellungnahme

Für den DFB offenbar nicht akzeptabel. Der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, Dr. Anton Nachreiner, bestätigte auf SPORT1-Nachfrage, dass Ermittlungen eingeleitet wurden. Der FC Schalke 04 wurde vom Verband zu einer Stellungnahme aufgefordert.   

"Bei uns ist bisher nichts eingegangen", teilten die Schalker am Dienstagnachmittag mit.

Der Verein hatte ob der sensiblen Thematik seinen Fans die Aktion ausnahmsweise erlaubt und dies auch vor dem Spiel via Videowürfel offiziell kommuniziert: "Liebe Fans, in diesem einen, ganz besonderen Fall haben wir den Einsatz einer Leuchtfackel toleriert. Es gilt jedoch unverändert: Pyrotechnik ist in unserer Arena nicht gestattet", hieß es dort.    

Auch BVB im Visier des DFB

Unterdessen muss auch der Erzrivale der Gelsenkirchener fürchten, in den Fokus des DFB zu geraten. Fans von Borussia Dortmund hatten am Dienstag beim Auswärtspiel der 2. Runde des DFB-Pokals in Magdeburg für einen Pyro-Eklat gesorgt.


Die BVB-Fans brannten im Gästeblock in der zweiten Halbzeit mehrfach Pyro-Fackeln ab und nebelten so den Magdeburger Platz ein. Dabei steht der BVB seit Sommer unter verstärkter Beobachtung des Kontrollgremiums. 

Wegen Pyro-Vorfällen während des DFB-Pokalfinals gegen Eintracht Frankfurt war die Borussia bereits zu einer Bewährungsstrafe von 95.000 Euro und einem Zuschauerausschluss verdonnert worden. Diese könnte nun zur Anwendung kommen.