Devisen: Starke US-Daten belasten Eurokurs

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag belastet durch starke Konjunkturdaten aus den USA gefallen. Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1878 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch über 1,19 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1888 (Montag: 1,1952) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8412 (0,8367) Euro.

Die Verbraucherstimmung in den USA hat sich im November überraschend aufgehellt und ist auf ein neues 17-Jahreshoch gestiegen. Der vom privaten Marktforschungsinstitut Conference Board erhobene Indikator ist um 3,3 Punkte auf 129,5 Zähler gestiegen. "Das Niveau des Verbrauchervertrauens ist sehr hoch, sodass mit anhaltend robusten Konsumausgaben zu rechnen ist", kommentierte Ulrich Wortberg, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Zudem legten die Hauspreise, gemessen am Case-Shiller-Index, im September so stark zu wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr.

Die Anhörung des Notenbankers Jerome Powell vor dem US-Senat bewegte den Dollar zunächst nicht. Powell wurde von US-Präsident Donald Trump als neuer Chef der US-Notenbank Fed vorgeschlagen. Der Senat muss der Nominierung noch zustimmen. Powell machte deutlich, dass er am aktuellen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed keinen Änderungsbedarf sieht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89538 (0,89375) britische Pfund, 132,24 (132,69) japanische Yen und 1,1680 (1,1718) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1291,85 (1294,90) Dollar gefixt.