Devisen: Eurokurs steigt zeitweise über 1,12 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat sich am Montag von seinen Kursverlusten in der vergangenen Woche etwas erholt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1185 US-Dollar, nachdem sie gegen Mittag sogar bei mehr als 1,12 Dollar notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1194 (Freitag: 1,1147) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8933 (0,8971) Euro.

Auftrieb erhielt der Euro durch Konjunkturdaten. Zum einen hellte sich die Unternehmensstimmung, gemessen am Markit-Einkaufsmanagerindex, leicht auf. Die Umfrage weist erfahrungsgemäß einen hohen Gleichlauf mit der tatsächlichen Wirtschaftsentwicklung auf. Zum anderen verbesserte sich die Konjunkturstimmung unter Anlegern, wie das Frankfurter Institut Sentix mitteilte.

Der amerikanische Dollar konnte zum Wochenstart nicht weiter von den anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran profitieren. In der vergangenen Woche war der Dollar als Weltreservewährung stark gefragt gewesen, nachdem die USA den einflussreichen iranischen General Ghassem Soleimani durch einen Drohnenangriff getötet hatten.

Am deutlichsten legte unter den bekanntesten Währungen das britische Pfund zu. Marktteilnehmer nannten solide Umfragedaten aus dem Dienstleistungssektor als Grund. Das Analysehaus Capital Economics führte die Entwicklung auf den Sieg der konservativen Partei in den Parlamentswahlen im Dezember zurück. Die Tories treten für einen raschen Brexit ein, von dem eine Verringerung der wirtschaftlichen Ungewissheit verbunden erwartet wird.

Zu wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85215 (0,85115) britische Pfund, 121,02 (120,54) japanische Yen und 1,0850 (1,0840) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1571 Dollar gehandelt. Das waren 19 Dollar mehr als am Vortag.