Devisen: Eurokurs steigt über 1,18 US-Dollar

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag wieder über die Marke von 1,18 US-Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag bei 1,1828 Dollar gehandelt und damit fast einen Cent höher als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1795 (Freitag: 1,1806) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8478 (0,8470) Euro.

Positiv für den Euro hat sich laut Händlern die Hochstufung der Bonität des einstigen Krisenlandes Portugal durch die Ratingagentur Fitch am Freitagabend ausgewirkt. Portugals Staatsanleihen haben damit den sogenannten Ramschbereich verlassen, in dem ein Investment als spekulativ gilt. Nicht nur portugiesische Anleihen, sondern auch die Papiere anderer südlicher Länder der Eurozone profitierten von der Entscheidung.

Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten lieferten kaum Impulse. Die Inflationsrate in der Eurozone hat im November zwar etwas angezogen. Die Jahresrate legte von 1,4 Prozent im Vormonat auf 1,5 Prozent zu. Damit wurde jedoch lediglich eine erste Schätzung bestätigt. Die auf ein 18-Jahreshoch gestiegene Stimmung am US-Häusermarkt stützte den Dollar nicht.

Die Entwicklungen rund um die Steuerreform in den USA bleiben im Blick für den Devisenmarkt. US-Präsident Donald Trump kann nach bisherigem Stand davon ausgehen, dass er die nötigen Stimmen im Senat für seine Reform zusammen hat. Zunächst wird am Dienstag das Abgeordnetenhaus über das bisher wichtigste Gesetzesvorhaben in Trumps Amtszeit abstimmen, danach ist der Senat an der Reihe.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88208 (0,88253) britische Pfund, 132,66 (132,45) japanische Yen und 1,1652 (1,1669) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1260,60 (1254,60) Dollar gefixt.