Devisen: Eurokurs steigt wieder über 1,18 US-Dollar

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Montag von einer breitangelegten Schwäche des US-Dollars profitiert und kräftig zugelegt. Am Nachmittag stieg die Gemeinschaftswährung wieder über 1,18 Dollar und erreichte ein Tageshoch bei 1,1815 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1761 (Freitag: 1,1740) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8503 (0,8518) Euro.

Seit dem Morgen hat der Eurokurs um mehr als einen halben Cent zugelegt. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern ging die Kursbewegung vom Dollar aus, der am Nachmittag zu allen wichtigen Währungen unter Druck stand. Sie verwiesen auf das Polit-Chaos in der US-Regierung. Die Querelen haben mit dem Abgang des umstrittenen Chefstrategen von Präsident Donald Trump, Stephen Bannon, einen neuen Höhepunkt erreicht. An den Finanzmärkten gibt es immer stärkere Zweifel, ob Trump seine Wahlkampfversprechen umsetzen kann.

Im Wochenverlauf dürfte sich die Aufmerksamkeit am Markt außerdem auf die stets stark beachtete Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole richten, die am Donnerstag beginnt. Top-Redner sind die Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Fed, Janet Yellen, und EZB-Präsident Mario Draghi. Fachleute erhoffen sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der beiden wichtigen Zentralbanken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91318 (0,91188) britische Pfund, 128,17 (128,02) japanische Yen und 1,1362 (1,1287) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1292,90 (1295,80) Dollar gefixt.