Devisen: Eurokurs steigt über 1,18 US-Dollar

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Mittwoch wieder über die Marke von 1,18 US-Dollar gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1815 US-Dollar und damit rund einen halben Cent mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1799 (Dienstag: 1,1771) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8475 (0,8495) Euro.

Marktbeobachter führten die Euro-Gewinne sowohl auf robuste Konjunkturdaten aus dem Währungsraum als auch auf schwache Daten aus den USA zurück. In Europa war der vom Institut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage in Unternehmen, zur Überraschung vieler Analysten von hohem Niveau aus weiter gestiegen. Besonders positiv überraschten die Indizes aus Deutschland. Bankvolkswirte werteten die Resultate als Hinweis auf ein anhaltend solides Wachstum im Euroraum.

Wirtschaftszahlen aus den USA fielen dagegen durchwachsen aus. Zwar konnte das Pendant zum europäischen Einkaufsmanagerindex zulegen. Neue Daten vom Immobilienmarkt enttäuschten jedoch. Schon länger belastet wird der Dollar durch die als unstet empfundene und schwer vorhersehbare Politik von US-Präsident Donald Trump. Zuletzt waren zumindest die Hoffnungen etwas gestiegen, dass sich die Regierung ihrem Vorhaben einer umfassenden Steuerreform wieder stärker widmen könnte. Der Dollar konnte davon aber nicht nachhaltig profitieren.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,92133 (0,91713) britische Pfund, 128,71 (128,73) japanische Yen und 1,1392 (1,1364) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1386,65 (1284,20) Dollar gefixt.