Devisen: Eurokurs stabilisiert sich nach jüngsten Kursverlusten

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Montag nach den deutlichen Kursverlusten in der vergangenen Woche stabilisiert. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2265 US-Dollar. Noch am Freitag war der Euro deutlich unter Druck geraten. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2263 (Freitag: 1,2273) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8155 (0,8148) Euro.

Der US-Dollar hatte in der vergangenen Woche nach einer längeren Schwächephase spürbar zugelegt. Die Erwartung einer anziehenden Inflation und schneller als erwartet steigender Leitzinsen hatte den Dollar gestützt und die Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt.

Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank glaubt jedoch nicht, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen rasch anheben wird. "Zum einen hat die Fed in den letzten Jahren bewiesen, dass sie größere Verwerfungen an den Finanzmärkten möglichst vermeiden möchte, zu denen es zweifellos kommen würde, wenn sie plötzlich beginnen würde, ihre Zinsen hochzureißen", so die Expertin. "Und zum anderen wird sie nach Jahren der zu niedrigen Inflation mit einer zeitweise zu hohen Inflation vermutlich gar nicht so unglücklich sein."

Tatsächlich entspannte sich die Lage an den Finanzmärkten am Montag. So erholten sich die Aktienmärkte von jüngsten Verlusten. Wichtige Konjunkturdaten wurden weder in der Eurozone noch in den USA veröffentlicht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8860 (0,8874) britische Pfund, 133,23 (133,59) japanische Yen und 1,1503 (1,1500) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1322,30 (1314,10) Dollar gefixt.