Devisen: Eurokurs stabil über 1,16 Dollar - Britisches Pfund unter Druck

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Montag nach zwischenzeitlichen Verlusten stabil präsentiert. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1670 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Verluste verzeichnete dagegen das britische Pfund, weil an den Märkten zunehmend die Stabilität der britischen Regierung in Zweifel gezogen wird. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1656 (Freitag: 1,1654) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,8579 (0,8581) Euro.

Der Handel zwischen Euro und Dollar verlief zu Wochenbeginn überwiegend ruhig. Der Dollar konnte zunächst etwas von dem Boden gut machen, den er in der vergangenen Woche verloren hatte. Bis zum Nachmittag schmolzen die Gewinne aber dahin. Auslöser der Verluste in der Vorwoche war die große Skepsis, die den Bemühungen der US-Regierung um eine Steuerreform entgegengebracht wird. Bisher haben sich die Republikaner im Kongress nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen können.

Unter Druck stand hingegen das britische Pfund. Für Belastung sorgten politische Turbulenzen im Königreich. Zum einen hieß es in einem Medienbericht, 40 konservative Parlamentarier seien bereit, Premierministerin Theresa May das Misstrauen als Parteivorsitzende auszusprechen. Analyst Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital sprach von einer "Rebellion" gegen May. Zudem wurde ein Brief von Außenminister Boris Johnson und Umweltminister Michael Gove bekannt, in dem May faktisch aufgefordert wird, einen "harten" Brexit ins Auge zu fassen. Das Schreiben wurde auch als Angriff gegen moderatere Regierungsmitglieder wie Schatzkanzler Philip Hammond gewertet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89018 (0,88370) britische Pfund, 132,07 (132,08) japanische Yen und 1,1591 (1,1591) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1277,95 (1284,30) Dollar gefixt.