Devisen: Eurokurs sackt unter 1,16 US-Dollar ab

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Montag nachgegeben. Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung unter 1,16 US-Dollar bis auf 1,1580 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1590 (Freitag: 1,1657) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8628 (0,8579) Euro.

Konjunkturdaten aus dem Euroraum fielen gemischt aus. Überzeugen konnte die Anlegerstimmung im Währungsraum, gemessen durch das Sentix-Konjunkturbarometer. Der Indikator war erneut auf ein Zehnjahreshoch gestiegen. "Die globale Konjunktur boomt", kommentierte Sentix. Die Unternehmensstimmung, gemessen am Markit-Einkaufsmanagerindex, hatte sich dagegen etwas eingetrübt. Allerdings notiert der Frühindikator weiter auf hohem Niveau.

Unterdessen dreht sich das Personalkarussell bei der US-Notenbank Fed immer schneller. Der Präsident der regionalen Notenbank von New York wird vorzeitig aus dem Amt scheiden. William Dudley werde Mitte 2018 seinen Posten verlassen, teilte die Notenbank mit. Damit sei sichergestellt, dass ein Nachfolger gefunden sei, bevor Dudleys Amtszeit im Januar 2019 ende. Am Wochenende hatte bereits der US-Fernsehsender CNBC über die anstehende Personalentscheidung berichtet.

Neben Dudley müssen in absehbarer Zeit sowohl die Posten des Fed-Vorsitzenden als auch des Fed-Vizevorsitzenden neu besetzt werden. Für den Vorsitz hatte US-Präsident Donald Trump vergangene Woche den jetzigen Fed-Gouverneur Jerome Powell als Nachfolger von Janet Yellen nominiert. Er muss vom Senat bestätigt werden. Die Nachfolge des bereits zurückgetretenen Fed-Vizevorsitzenden Stanley Fischer ist dagegen offen. Darüber hinaus sind weitere Positionen im Führungsgremium der Notenbank zu besetzten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88390 (0,88923) britische Pfund, 132,29 (132,82) japanische Yen und 1,1593 (1,1635) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1270,90 (1267,20) Dollar gefixt.