Devisen: Eurokurs leicht gesunken - Neuseeland-Dollar unter Druck

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag leicht nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Mittag bei 1,1392 US-Dollar gehandelt und damit etwas unter dem Niveau vom Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag auf 1,1387 (Freitag: 1,1412) Dollar festgesetzt. Marktbewegende Konjunkturdaten stehen im weiteren Tagesverlauf nicht an. Am Devisenmarkt richten sich die Blicke bereits auf einen Auftritt der Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, vor Vertretern des US-Kongresses am Mittwoch.

US-Präsident Donald Trump will unterdessen ein neues Fed-Mitglied nominieren. Wie das Weiße Haus in der Nacht auf Dienstag mitteilte, soll Randal Quarles künftig für die Bankenregulierung verantwortlich sein. Quarles ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Finanzministeriums in der Regierung von George W. Bush und ist derzeit bei einer Private-Equity-Firma aus Salt Lake City tätig. Er soll auf Daniel Tarullo folgen, einen Verfechter einer strikten Bankenregulierung, der im April zurückgetreten war. Quarles Ernennung muss noch vom Senat bestätigt werden, in dem die Republikaner die Mehrheit haben.

"Es dürfte noch zu früh sein, um einzuschätzen, ob er eher der Tauben- oder der Falken-Fraktion angehören wird", kommentierte Thu Lan Nguyen, Expertin bei der Commerzbank. Zwar habe sich Quarles während der Präsidentschaft Barack Obamas kritisch über die Nullzinspolitik geäußert. "Doch das hatte US-Präsident Donald Trump ebenso, nur um sich nach den Wahlen als 'Niedrigzins-Person' zu bezeichnen", so Nguyen.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es am Dienstag beim neuseeländischen Dollar, der um fast ein Prozent nachgab. In der Nacht wurden in Neuseeland enttäuschende Zahlen zur Kreditkartennutzung veröffentlicht. Deutlich geschwächt waren auch Schwellenländerwährungen wie der russische Rubel, die türkische Lira und der südafrikanische Rand.