Devisen: Eurokurs leicht gesunken

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Freitag im frühen Handel etwas nachgegeben. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1792 Dollar gehandelt und damit leicht unter dem Kurs vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstag auf 1,1806 (Mittwoch: 1,1799) Dollar festgesetzt.

Ein deutlich abgeschwächter Auftrieb bei den Importpreisen in Deutschland belastete den Euro etwas. Nach einem Anstieg von 2,5 Prozent im Juni lagen die Einfuhrpreise im Juli laut dem Statistischen Bundesamt nur 1,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Experten hatten einen Zuwachs von 2,3 Prozent erwartet. Die Einfuhrpreise sind ein wichtiger Einflussfaktor für die Verbraucherpreise. Eine schwache Teuerung in der größten Euro-Volkswirtschaft macht einen strafferen geldpolitischen Kurs der EZB tendenziell unwahrscheinlicher und belastet dadurch die Gemeinschaftswährung.

Neue Zahlen zum deutschen Wirtschaftswachstum überraschten unterdessen nicht. Mit einer Wachstumsrate im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent bestätigten die Wiesbadener Statistiker wie von Experten erwartet eine erste Schätzung.

Am Devisenmarkt liegt der Fokus der Anleger derzeit vor allem auf dem laufenden Treffen führender Währungshüter im US-amerikanischen Jackson Hole, bei dem sowohl die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, als auch EZB-Präsident Mario Draghi im weiteren Tagesverlauf sprechen werden. Die meisten Experten rechnen zwar nicht mit wichtigen Aussagen zur künftigen Geldpolitik. Es gilt aber als möglich, dass Draghi sich zu einem möglichen Ausstieg aus dem milliardenschweren Kaufprogramm von Anleihen durch die EZB sowie zur derzeitigen Euro-Stärke äußern wird.