Devisen: Eurokurs legt etwas zu

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag etwas zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,1776 US-Dollar gehandelt. Am Morgen war der Euro noch zeitweise bis auf 1,1743 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1761 (Montag: 1,1740) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8503 (0,8518) Euro.

Insgesamt bewegte sich der Handel in ruhigen Bahnen. Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Oktober stärker als erwartet eingetrübt. Der Eurokurs legte aber trotzdem etwas zu. Schließlich signalisiert der vom IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex weiterhin ein robustes Wirtschaftswachstum. Zudem verbesserten sich die Werte für die Industrie und auch die entsprechenden Daten für Frankreich.

Die Euro-Wirtschaft zeige sich unbeeindruckt von einer zuletzt etwas schwächeren globalen Nachfrage, kommentierte Christoph Weil, Experte bei der Commerzbank. "Die Abkopplung der Industrie im Euroraum von der globalen Konjunktur zeigt, dass der Aufschwung vor allem von der Binnennachfrage getragen wird", so der Ökonom.

Der Markt wartet auf die Sitzung des EZB-Rats am Donnerstag. Analysten rechnen damit, dass die Notenbank ihre Wertpapierkäufe ins kommende Jahr hinein verlängern wird, allerdings in geringerem monatlichen Umfang. Unklar ist auch, für welchen Zeitraum die Käufe verlängert werden und ob die EZB ein Enddatum für ihr Kaufprogramm angeben wird.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89303 (0,89090) britische Pfund, 133,95 (133,59) japanische Yen und 1,1613 (1,1581) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1276,45 (1274,90) Dollar gefixt.