Devisen: Eurokurs legt zu

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der zuletzt leicht aus der Bahn geworfene Euro hat sich am Donnerstag von seinen Kursverlusten vom Vortag wieder etwas erholt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2041 US-Dollar und damit mehr als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,2023 Dollar festgesetzt.

Gestützt wurde der Euro durch aktuelle Konjunkturdaten aus der Eurozone. Im Dezember war die Stimmung in den Unternehmen des Währungsraums fast auf einen siebenjährigen Höchststand gestiegen.

Zuvor hatte der amerikanische Dollar von robusten Konjunkturdaten und der Aussicht auf höhere Zinsen profitiert. So war am Mittwoch der renommierte Frühindikator des Instituts ISM von hohem Niveau aus gestiegen. Zudem deutete die laut Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen "falkenhaft angehauchte" Mitschrift zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed trotz einer eher schwachen Inflation auf eine Fortsetzung gradueller Zinsanhebungen hin.

Bislang signalisiert die Fed drei Zinsanhebungen für dieses Jahr. Der Markt geht eher von nur zwei Erhöhungen aus, beginnend ab März. Während man mit der wirtschaftlichen Entwicklung allgemein zufrieden gewesen sei, gebe es Einigkeit darüber, dass man die weitere Teuerungsrate genau im Blick behalten müsse, hieß es in dem Protokoll der Zinssitzung.

Am Nachmittag dürften Analysten und Anleger weitere Konjunkturdaten im Auge behalten. In den USA steht mit dem Arbeitsmarktbericht des Dienstleisters ADP eine ebenfalls wichtige Wirtschaftszahl auf dem Programm.