Devisen: Eurokurs kurz hauchdünn unter 1,16 US-Dollar

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Freitag im US-Handel kurz haarscharf unter 1,16 Dollar gesunken. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,1599 US-Dollar und notierte zuletzt mit 1,1607 Dollar nur leicht darüber.

Zuvor hatten Konjunkturdaten aus den USA den Eurokurs auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Nachdem die europäische Gemeinschaftswährung zunächst auf fast 1,17 Dollar gestiegen war, fiel sie bis zum späten europäischen Nachmittagshandel wieder auf 1,1610 Dollar zurück. Das war etwa ein halber Cent weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1657 (Donnerstag: 1,1645) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8579 (0,8587) Euro gekostet.

Entscheidend für die Kursbewegungen zwischen Euro und Dollar waren amerikanische Wirtschaftszahlen. Diese fielen zwiespältig aus. Zunächst wurde der Dollarkurs durch den monatlichen Regierungsbericht zum Arbeitsmarkt belastet. Fachleute lenkten den Blick auf die stagnierende Lohnentwicklung. Denn steigende Löhne sind aus Sicht der US-Zentralbank eine wichtige Voraussetzung für stärker steigende Preise. Weil die Inflation aber trotz robuster Wirtschaft schwach ist, hebt die Fed ihren Leitzins nur sehr vorsichtig an. Daran dürfte sich nach den neuen Zahlen wenig ändern, was den Dollarkurs belastete.

Entlastung erhielt die US-Währung dagegen durch die sehr gute Stimmung unter amerikanischen Dienstleistern. Der ISM-Index war auf den höchsten Stand seit rund 12 Jahren gestiegen. Das wiederum spricht für eine anhaltend gute Wirtschaftsentwicklung und weitere Zinsanhebungen durch die Notenbank Fed. Fachleute rechnen mit einer dritten Anhebung in diesem Jahr Mitte Dezember, wenn die Fed-Führung zu ihrer nächsten Zinssitzung zusammen kommt.