Devisen: Eurokurs knapp unter 1,18 US-Dollar - Südafrikas Währung stark

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Montag im US-Handel weiter knapp unter 1,18 US-Dollar bewegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1791 US-Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 1,1813 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs zum Wochenstart auf 1,1797 (Freitag: 1,1868) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8477 (0,8426) Euro.

Am Freitag war der Eurokurs nach robusten Arbeitsmarktdaten aus den USA noch in Richtung 1,17 Dollar gefallen. Zu Beginn der neuen Handelswoche hielten sich die Impulse jedoch in engen Grenzen. Schwache Produktionsdaten aus der deutschen Industrie sorgten am Devisenmarkt nicht für sichtbare Bewegung. Analysten relativierten die schwachen Zahlen für Juni damit, dass die Entwicklung im Dreimonatsabschnitt April bis Juni insgesamt gut gewesen sei. Die Volkswirte der Allianz rechnen dementsprechend für das zweite Quartal mit einem robusten Wirtschaftswachstum von 0,6 bis 0,7 Prozent zum Vorquartal.

Erheblich gestiegen ist zum Wochenanfang der Währungskurs Südafrikas. Im Handelsverlauf war es gegenüber dem amerikanischen Dollar schlagartig um knapp zwei Prozent nach oben gegangen. Auslöser war die Nachricht, dass eine für Dienstag angesetzt Vertrauensabstimmung über die Zukunft des Staatspräsidenten Jacob Zuma geheim abgehalten werden soll. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit seiner Absetzung, da Gegner Zumas in der Regierungspartei ANC nicht mehr fürchten müssen, im Falle eines Scheiterns der Absetzung selbst ersetzt zu werden. Zuma werden etliche Vergehen vorgeworfen, darunter Korruption und Machtmissbrauch.