Devisen: Eurokurs kaum verändert - Britisches Pfund legt zu

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag wenig verändert und weiter unter der Marke von 1,20 US-Dollar gelegen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1958 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1933 (Montag: 1,1997) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8380 (0,8335) Euro.

In der Eurozone standen keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Zuvor hatte ein Abflauen des Wirbelsturms "Irma" in den USA den Dollar gestützt; der Euro war am Montag im Gegenzug unter die Marke von 1,20 Dollar gefallen. Noch wird am Markt nach Einschätzung des Devisenexperten Wolfgang Kiener von der BayernLB verstärkt auf einen fallenden Dollar spekuliert. Sollte der Kurs des Dollar in den kommenden Handelstagen aber nicht sinken, dürfte sich das ändern. Nach Einschätzung des Experte Kiener könnte es dann zu einer Aufwertung der amerikanischen Währung kommen.

Deutliche Kursgewinne gab es hingegen beim britischen Pfund, das zu allen wichtigen Währungen zulegen konnte. Auslöser war eine vergleichsweise starke Inflation in Großbritannien, die im August überraschend auf 2,9 Prozent gestiegen war und damit deutlich über das Inflationsziel der britischen Notenbank von zwei Prozent. Am Markt verstärkten sich die Spekulationen auf eine Zinsanhebung durch die Bank of England, was den Kurs des britischen Pfund nach oben trieb.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89878 (0,90775) britische Pfund, 130,93 (130,38) japanische Yen und 1,1444 (1,1404) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1326,50 (1334,20) Dollar gefixt.