Devisen: Eurokurs hält sich über 1,18 Dollar

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Dienstag in der Nähe seines zweieinhalbjährigen Höchststandes gehalten. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1825 US-Dollar und damit etwas weniger als im frühen Handel. Am Montag war ein Euro bis zu 1,1846 Dollar wert gewesen und damit so teuer wie seit Anfang 2015 nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1812 (Montag: 1,1727) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8466 (0,8527) Euro.

Nach einer schwächeren Tendenz im Vormittagshandel erhielt der Euro am Nachmittag Unterstützung durch schwache Konjunkturdaten aus den USA. Zum einen hatte sich die Industriestimmung, gemessen am ISM-Index, eingetrübt. Zum anderen enttäuschten Zahlen vom Immobilienmarkt. Bereits am Montag hatte der Dollar infolge des anhaltenden Polit-Chaos in Washington unter Druck gestanden. Der erst seit wenigen Tagen amtierende Kommunikationschef des Weißen Hauses, Anthony Scaramucci, hatte seinen Posten räumen müssen.

Neue Konjunkturdaten aus dem Euroraum fielen am Dienstag durchwachsen aus. Zwar hatte der Währungsraum sein solides Wachstumstempo im zweiten Quartal fortgesetzt. Allerdings wurden Wachstumsdaten für das erste Quartal nachträglich etwas schlechter ausgewiesen als bisher bekannt. Darüber hinaus hatte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen des Euroraums erstmals seit längerem wieder eingetrübt. Viele Ökonomen rechnen dennoch damit, dass der Euroraum auf Wachstumskurs bleibt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89440 (0,89420) britische Pfund, 130,53 (129,70) japanische Yen und 1,1414 (1,1359) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1270,95 (1267,55) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34 574,00 (34 780,00) Euro.