Devisen: Eurokurs gibt weiter nach - Yellen-Aussagen belasten

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Mittwoch erneut merklich unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde gegen Mittag mit 1,1750 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch knapp unter der Marke von 1,18 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1787 Dollar festgesetzt. Bereits seit Wochenbeginn ist der Euro unter Druck.

Marktbeobachter sprachen von einer allgemeinen Dollar-Stärke. Die Spekulation auf eine Steuerreform in den USA sorge für Auftrieb beim Dollar. Am Markt wird erwartet, dass US-Präsident Donald Trump im weiteren Handelsverlauf die lange erwarteten Steuerpläne vorlegen wird. Diese sollen vor allem Unternehmen deutlich entlasten.

Für Auftrieb beim Dollar hat auch die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, gesorgt. Mit ihrer Rede am Dienstagabend habe sie eine weitere Zinserhöhung in den USA im Dezember wahrscheinlicher gemacht, kommentierte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Trotz einer vergleichsweise niedrigen Inflation in den USA will die Fed die Zinserhöhungen seiner Einschätzung nach "eisern fortsetzen". "In dubio pro Zinserhöhung scheint ihr Motto zu sein", sagte Leuchtmann.

Am Nachmittag werden in den USA noch Zahlen zu den Auftragseingängen für langlebige Güter und zum Häusermarkt veröffentlicht.