Devisen: Eurokurs gibt nach - Pfund auch unter Druck

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag gesunken. Am Nachmittag rutschte der Kurs der Gemeinschaftswährung auf ein Tagestief bei 1,1813 US-Dollar und wurde damit etwa einen halben Cent tiefer gehandelt als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1847 (Montag: 1,1865) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8441 (0,8428) Euro.

Starke Konjunkturdaten aus dem gemeinsamen Währungsraum konnten den Euro nicht stützen. In der Eurozone hat sich die Stimmung in den Unternehmen weiter verbessert. Ein Stimmungsindikator des britischen Forschungsinstituts Markit erreichte im November den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren. Die Daten waren allerdings im Wesentlichen schon aus einer ersten Umfragerunde bekannt und wurden überwiegend bestätigt. Zuletzt konnten enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA den Euro immerhin etwas stützen. Im November hatte sich die Stimmung in den Unternehmen der Dienstleistungsbranche deutlich eingetrübt.

Zeitweise deutlich abwärts ging es mit dem britischen Pfund. Marktbeobachter erklärten die Kurschwäche mit Brexit-Sorgen. Im Nachmittagshandel konnte die Währung aber wieder einen Teil der frühen Verluste wettmachen. Nach wie vor gibt es keinen Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen der britischen Regierung und der EU. Als größtes Problem gilt die künftige EU-Grenze zwischen Irland und Nordirland. Mittlerweile steht die britische Premierministerin Theresa May massiv unter Druck. Die Europäische Union erwartet weitere Zugeständnisse, doch stellen sich neben nordirischen Nationalisten auch Brexit-Befürworter in Mays konservativer Partei quer.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88183 (0,87725) britische Pfund, 133,37 (133,91) japanische Yen und 1,1673 (1,1665) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1266,30 (1273,45) Dollar gefixt.