Devisen: Eurokurs gibt nach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat nach seinen jüngsten Kursgewinnen am Mittwoch etwas nachgegeben. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1122 US-Dollar. Am Vormittag war der Euro noch zeitweise bis auf fast 1,12 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1125 (Dienstag: 1,1117) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8989 (0,8995) Euro.

Insgesamt zeigten sich die Finanzmärkte am Mittwoch trotz der Ausbreitung des Coronvirus etwas zuversichtlicher als am Dienstag. So geriet auch der als sicher geltende japanische Yen unter Druck. Experten verweisen auf den Wahlerfolg von Joe Biden bei den Präsidentschaftswahlen am sogenannten "Super-Tuesday". "Biden ist ein Wunschkandidat der Finanzmärkte", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Der gemäßigte Demokrat würde für Entspannung bei den Handelskonflikten sorgen."

Am Dienstag war der Euro zeitweise über die Marke von 1,12 Dollar gestiegen, nachdem die amerikanische Notenbank Fed in einem außerplanmäßigen Schritt ihren Leitzins deutlich um 0,5 Prozentpunkte gesenkt hatte. Notenbankchef Jerome Powell erklärte den Schritt mit den wirtschaftlichen Risiken, die die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verursache. Am Mittwoch senkte die kanadische Notenbank ihre Leitzinsen überraschend deutlich. Der kanadische Dollar gab daraufhin zum Dollar nach.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86850 (0,87010) britische Pfund, 119,58 (119,77) japanische Yen und 1,0647 (1,0646) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1641 Dollar gehandelt. Das waren etwa ein Dollar mehr als am Vortag.