Devisen: Eurokurs fällt nach starken US-Daten deutlich

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Freitag nach robusten Konjunkturdaten aus den USA erheblich unter Druck geraten. Auslöser dafür, dass sich die Gemeinschaftswährung im Tagesverlauf deutlich von der Marke von 1,19 US-Dollar entfernte und bis auf 1,1728 Dollar fiel, waren starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Leicht davon erholt wurden zuletzt 1,1772 Dollar für einen Euro gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1868 (Donnerstag: 1,1860) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8426 (0,8432) Euro.

In den USA war die Beschäftigung im Juli stärker gestiegen als von Analysten erwartet und die Arbeitslosigkeit auf den tiefsten Stand seit 16 Jahren zurückgegangen. Allenfalls in der anhaltend moderaten Lohnentwicklung fanden Experten ein "Haar in der Suppe".

Mit den Verlusten vom Freitag hat der Euro fast seine kompletten Gewinne seit Wochenbeginn abgegeben. Auf längere Sicht ist die Bilanz zum Dollar aber immer noch positiv. Seit Jahresbeginn betragen die Gewinne des Euro rund 12 Prozent. Diese Entwicklung geht zurück auf zunehmende Ernüchterung über die US-Regierung unter Donald Trump. So hat die Regierung bisher kaum etwas von Trumps Wahlversprechen umgesetzt. Hinzu kommen vermehrte Personalquerelen auf ranghoher Ebene und die Dauerdebatte um Trumps Verbindungen nach Russland.