Devisen: Eurokurs fällt nach höchstem Stand seit 2015 wieder etwas zurück

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag zwischenzeitliche Gewinne wieder abgegeben und ist gesunken. Nachdem die Gemeinschaftswährung am frühen Morgen auf den höchsten Stand seit Januar 2015 bei 1,1777 US-Dollar geklettert war, fiel sie bis zum Nachmittag auf 1,1686 Dollar zurück und damit unter das Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1694 (Mittwoch: 1,1644) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8551 (0,8588) Euro.

Händler sprachen von einer Gegenbewegung, nachdem zuletzt die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed vom Vorabend für einen fortgesetzten Höhenflug gesorgt hatten. Die amerikanischen Währungshüter hatten auf ihrem Weg einer strafferen Geldpolitik vorerst eine Pause eingelegt und den Leitzins nicht weiter angehoben. Außerdem gab die Fed in ihrer Stellungnahme keine konkreten Hinweise zum genauen zeitlichen Ablauf künftiger Straffungen.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es beim Schweizer Franken, der um mehr als ein halbes Prozent nachgab und auf den schwächsten Wert seit der Aufhebung des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) Anfang 2015 fiel. Ein Euro war am Donnerstag bis zu 1,1250 Franken wert. Schon seit Anfang Juli gibt der Franken vor allem wegen der Euro-Stärke fast kontinuierlich nach. Zuletzt hatten aber auch Aussagen von SNB-Chef Thomas Jordan für weiteren Druck gesorgt. Der Währungshüter bezeichnete den Franken als nach wie vor überbewertet. Der Kursrückgang beim Euro im Tagesverlauf sorgte denn auch beim Franken für keine Erholung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88978 (0,89275) britische Pfund, 130,32 (130,26) japanische Yen und 1,1232 (1,1152) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1261,10 (1248,10) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34 773,00 (34 734,00) Euro.