Devisen: Eurokurs fällt unter 1,19 US-Dollar

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat seinen Steigflug der vergangenen Tage am Mittwoch abgebrochen. Im Tagestief fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,1895 US-Dollar. Am Dienstag hatte der Euro mit 1,2070 Dollar noch einen zweieinhalbjährigen Höchststand erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zur Wochenmitte auf 1,1916 (Dienstag: 1,2048) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8392 (0,8300) Euro.

Schon am Dienstag hatte der Euro seine Tagesgewinne nicht halten können. Am Mittwoch setzte sich die schwache Tendenz fort. Am Markt wurde als Grund vor allem der festere Dollar genannt. Die US-Währung konnte sich sichtlich erholen, nachdem sie in den Tagen zuvor unter Druck gestanden hatte. Auslöser der Dollar-Verluste waren die schwere Sturmflut in Texas und der neuerliche Raketentest Nordkoreas gewesen. Beide Themen sorgten am Mittwoch nicht für zusätzliche Kursbelastung.

Getrieben wurde die Erholung des Dollar auch durch solide Konjunkturdaten aus den USA. Der monatliche Arbeitsmarktbericht des Dienstleisters ADP wies einen starken Stellenaufbau aus. Hinzu kam ein etwas höheres Wachstum der US-Wirtschaft im zweiten Quartal. Die Statistikbehörde korrigierte vorläufige Zahlen etwas nach oben. Mit auf das Jahr hochgerechneten 3,0 Prozent ist die weltgrößte Volkswirtschaft im Frühjahr ordentlich gewachsen. Das stützte den Dollar und belastete im Gegenzug den Eurokurs.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,92246 (0,92965) britische Pfund, 131,25 (130,86) japanische Yen und 1,1422 (1,1386) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1308,50 (1318,65) Dollar gefixt.