Devisen: Eurokurs fällt unter 1,18 US-Dollar - ZEW-Daten belasten

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> ist am Dienstag unter die Marke von 1,18 US-Dollar gefallen. Nachdem sich die Gemeinschaftswährung im frühen Handel kaum verändert hatte, geriet sie im Vormittagshandel unter Druck. Der Kurs fiel auf ein Tagestief bei 1,1780 Dollar und knüpfte damit an die kräftigen Verluste vom Wochenauftakt an. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor am Montagnachmittag auf 1,1883 Dollar festgesetzt.

Am Vormittag war bekannt geworden, dass sich die Konjunkturerwartungen von Finanzprofis weiter verschlechtert haben. Der Index für die Konjunkturerwartungen des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel im November um 17,1 Punkte auf 39,0 Zähler. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet, aber im Schnitt nur auf 44,3 Punkte.

Die Befragten sorgten sich um die wirtschaftlichen Auswirkungen der zweiten Covid-19-Welle, erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Seiner Einschätzung nach deuten die Daten "auf eine deutliche Verlangsamung des wirtschaftlichen Erholungsprozesses in Deutschland hin".

Im weiteren Tagesverlauf rechnen Marktbeobachter mit einem eher impulsarmen Handel. In den USA werden am Nachmittag keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Außerdem hat sich die Lage an den Finanzmärkten nach einem turbulenten Wochenauftakt generell beruhigt. Am Montag hatten Hoffnungen auf einen wirksamen Corona-Impfstoff starke Kursbewegungen an den Märkten ausgelöst.