Devisen: Eurokurs erreicht höchsten Stand seit über einem Jahr

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch den Höhenflug der vergangenen Handelstage zunächst fortgesetzt. Nachdem die Gemeinschaftswährung am frühen Morgen bei 1,1489 US-Dollar den höchsten Stand seit Mai 2016 erreicht hatte, drückten Gewinnmitnahmen den Kurs am Nachmittag vorübergehend unter die Marke von 1,14 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1449 (Dienstag: 1,1405) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8734 (0,8768) Euro.

Aussagen der US-Notenbankchefin Janet Yellen bewegten nur bedingt. Yellen hatte zwar weitere schrittweise Leitzinsanhebungen in den USA als angemessen bezeichnet. Die Aussagen von Yellen deckten sich aber mit früheren Stellungnahmen der Fed und lieferten keine Hinweise auf eine noch raschere geldpolitische Straffung.

Eine stärker als erwartet gestiegene Industrieproduktion im Euroraum konnte die Gemeinschaftswährung ebenfalls nicht stützen. Experten sprachen von einer robusten Entwicklung in den Industriebetrieben. Dies habe sich im Mai in Deutschland, aber auch in Frankreich und Italien gezeigt. Zuletzt hatte die EZB mehrfach von einer robusten Konjunktur in der Eurozone gesprochen. Dies wurde am Markt als erster Hinweis auf ein Eindämmen der Geldflut gedeutet und hatte dem Euro starken Auftrieb verliehen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88925 (0,88318) britische Pfund, 130,02 (130,36) japanische Yen und 1,1027 (1,1040) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1211,05 (1211,05) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34 519,00 (34 257,00) Euro.