Devisen: Eurokurs bleibt im Minus nach Berg- und Talfahrt

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der Achterbahnfahrt im europäischen Handel ist der Eurokurs am Montag im US-Geschäft in negativem Terrain geblieben. Nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen war die Gemeinschaftswährung zunächst um etwa einen halben Cent bis auf 1,1722 US-Dollar gefallen, um bis auf 1,1812 Dollar zu steigen und wieder bis auf 1,1735 Dollar zu sinken. Zuletzt wurde der Euro bei 1,1733 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1781 (Freitag: 1,1795) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8488 (0,8478) Euro gekostet.

Am späten Sonntagabend hatte sich die FDP aus den Sondierungsgesprächen mit Union und Grünen verabschiedet. Die wochenlangen Bemühungen um eine konservativ-linksliberale Koalition scheinen damit gescheitert zu sein. Die SPD lehnte den Eintritt in eine große Koalition weiterhin ab. Die politischen Verhältnisse in der größten Volkswirtschaft der Eurozone sind somit unübersichtlich geworden.

Starke Konjunkturdaten aus den USA hatten im europäischen Nachmittagshandel den Dollar gestützt und damit den Euro belastet. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren war im Oktober stärker als erwartet gestiegen. Er hatte laut dem privaten Forschungsinstitut Conference Board um 1,2 Prozent zum Vormonat zugelegt. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 0,8 Prozent erwartet.