Devisen: Euro verliert in New York an Rückenwind - Pfund unter Druck

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag im New Yorker Handel an Rückenwind verloren. Nachdem er sich zeitweise wieder der Marke von 1,19 Dollar näherte, über der er am Vortag den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht hatte, kam er zuletzt wieder auf 1,1865 US-Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1860 (Mittwoch: 1,1829) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8432 (0,8454) Euro gekostet.

Während der US-Dollar seit Tagen unter dem Politchaos im Weißen Haus und eher schwachen Wirtschaftsdaten aus den USA leidet, wird der Euro im Gegenzug von einem Gemisch aus soliden Konjunkturdaten aus Europa gestützt. Am Donnerstag setzte sich dieser Trend fort: Im Euroraum hatte sich die Unternehmensstimmung zwar eingetrübt, allerdings wesentlich schwächer als im US-Dienstleistungsbereich. Mit Spannung wird nun auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag gewartet.

Am Devisenmarkt standen am Donnerstag andere Währungen stärker im Fokus. Das britische Pfund geriet unter Druck, nachdem die Bank of England nichts an ihrer lockeren geldpolitischen Ausrichtung änderte und die britischen Wachstumsaussichten wegen des Brexits als ungünstiger bezeichnete. Auftrieb erhielt dagegen die tschechische Krone, nachdem die tschechische Notenbank als erste Zentralbank in Europa ihren Leitzins leicht anhob.