Devisen: Euro steigt in Richtung 1,20 Dollar - Britisches Pfund unter Druck

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Mittwoch im Vormittagshandel anfängliche Gewinne leicht ausgebaut. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1990 Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1933 Dollar festgesetzt.

Der US-Dollar gab nicht nur zum Euro, sondern auch zu anderen wichtigen Währungen nach. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich für die Euro-Einführung in der gesamten Europäischen Union ausgesprochen, also auch in den ärmeren osteuropäischen Ländern. Die Aussagen bewegten den Wechselkurs aber kaum.

Merklich unter Druck geraten ist hingegen das britische Pfund. Verantwortlich waren neue Arbeitsmarktdaten. Die Lohnentwicklung blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Pfund fiel auf ein Tagestief von 1,1075 Euro, nachdem es zuvor noch 1,1132 Euro gekostet hatte.

Am Nachmittag werden in den USA die Erzeugerpreise einen ersten Hinweis auf die am Donnerstag anstehenden Verbraucherpreisdaten liefern. Inflationszahlen gelten zurzeit als wegweisend für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, weil diese ihr Vollbeschäftigungsziel nahezu erreicht hat, nicht jedoch ihr Inflationsziel.